Lebenslauf
Julius Tausch

Im Konzert dieses Abends vertrat Julius Tausch den erkrankten Musikdirektor Robert Schumann. Zur Eröffnung der großen Gewerbeausstellung erklangen folgende Werke:

Niels W. Gade: „Im Hochland" Ouvertüre
Adolph von Henselt: „Konzert für Pianoforte mit Orchesterbegleitung" - vorgetragen von Frau Clara Schumann
Ludwig van Beethoven: „Sonate d-Moll für Pianoforte" - vorgetragen von Frau Clara Schumann
Felix Mendelssohn Bartholdy: „Lobgesang", Sinfonie-Kantate B-Dur, op. 52(Solo: Frl. Mathilde Hartmann und "geehrte Dilettanten")
Das Musikvereinsorchester
Der Geislersche Saal

Die Gewerbeausstellung fand zum Teil im Ständehaus statt und war im weitesten Sinne die Gründungsveranstaltung für die Messestadt Düsseldorf zum Beginn der Industrialisierung.

Bild (Denkmal Adolph von Henselts (von Clemens Heinl) in Schwabach). Kurzbiographie: Adolph von Henselt (ursprünglich Hänselt; * 9. Mai 1814 in Schwabach; † 10. Oktober 1889 in Warmbrunn) war ein deutscher Komponist und Klaviervirtuose der Spätromantik. Adolf Henselt wird am 9. Mai 1814 in Schwabach geboren. 1817 zieht die Familie nach München, wo Henselt erstmals Musikunterricht erhält. Mit nur drei Jahren beginnt er Violine zu lernen, mit fünf lernt er das Hammerklavierspiel unter Frau Geheimrat Josepha von Flad, die wie Weber und Meyerbeer Schülerin von Abbé Vogler war. 1832 erhält Henselt ein königliches Stipendium durch König Ludwig I. und absolviert ein sechsmonatiges Klavierstudium bei dem bekannten Mozartschüler Johann Nepomuk Hummel in Weimar. Bis zum Jahre 1834 studiert Henselt in Wien Komposition bei Simon Sechter (dem späteren Lehrer von Anton Bruckner). Er bleibt zwei Jahre dort und entwickelt seine Virtuosität und Technik weiter. 1836 trifft er Chopin in Karlsbad. Es folgt eine vierjährige Konzerttätigkeit als Pianist in deutschen und russischen Musikzentren mit legendärem Erfolg. Die schwindelnde Höhe seiner Technik und das Seelenvolle seines Vortrags werden gelobt. Robert Schumann und Franz Liszt sind von seinen Kompositionen begeistert. 1838 wird Adolf Henselt zum kaiserlichen Hofpianisten der Zarin und zum Generalmusikinspektor der kaiserlichen Töchtererziehungsheime in Sankt Petersburg ernannt. Von dieser Position aus wirkte er die folgenden vierzig Jahre als Lehrer in den Musikzentren Russlands und gab dem russischen Klaviervirtuosentum wesentliche Impulse. Unterbrochen wurde diese Tätigkeit durch Urlaubssommerreisen vor allem nach Deutschland (hauptsächlich nach Schlesien). 1876 wird Henselt in den russischen Adelsstand erhoben. Am 10. Oktober 1889 stirbt Henselt an einem Herzleiden während eines Kuraufenthaltes in Warmbrunn (Schlesien).