Schallarchiv
2023
10
Oktober
2023
Kunibert Jung 100 Jahre

Kunibert Jung 100 Jahre

 

In diesen Tagen wäre der legendäre Vorsitzende des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf 100 Jahre alt geworden.

Kunibert Jung (10.10.1923 – 22.07.2004) hatte den Musikverein von 1956 bis 1990 zunächst als Geschäftsführer, dann ab 1980 als Vorsitzender geleitet. Er wurde im Anschluss Präsident und Ehrenpräsident.

Mit der Ära Jung ist der erfolgreichste Abschnitt in der heute über 200jährigen Geschichte des Konzertchores der Landeshauptstadt verbunden. Das gilt international (New York, Madrid, London, Amsterdam, Paris, Brüssel, Salzburg, Wien) wie auch national (Berlin, Hamburg, München, Dresden, Leipzig). Mit den großen Dirigenten der Musikszene wie beispielhaft dem gleichaltrigen Wolfgang Sawallisch sowie den Düsseldorfer Generalmusikdirektoren Rafael Frühbeck de Burgos und besonders Bernhard Klee pflegte Kunibert Jung ein geradezu freundschaftliches Verhältnis. Ein genialer Schachzug war 1964 die Verpflichtung des damals jungen Hartmut Schmidt als Chorleiter, der dieses Amt bis 1995 ausübte und den Chor -auch als musikalische Visitenkarte der Stadt Düsseldorf- bis hin zur Grammy-Nominierung (DECCA, Mahler: „das klagende Lied“, Chailly) führte.

Kunibert Jungs so erfolgreiche Zeit war auch dadurch geprägt, dass er es verstand ein Vorstandsteam um sich zu bauen, das wie das Räderwerk einer Schweizer Uhr diesen Weg des Chores vorbereitete und begleitete. Für seine Verdienste um den Städtischen Musikverein zu Düsseldorf e.V. wurde Kunibert Jung mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland (10.09.1982) sowie der Verdienstplakette der Landeshauptstadt Düsseldorf (14.11. 1988) ausgezeichnet. Kunibert Jung verstand beide Auszeichnungen auch für die Leistungen des Chores als „musikalischer Botschafter der Stadt Düsseldorf“

Düsseldorf, im Oktober 2023

Manfred Hill

-Ehrenvorsitzender des

Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818

Foto: Kunibert Jung erhält 1988 die Verdienstplakette der Landeshauptstadt Düsseldorf Bild: Musikverein © 1988 by Christine Langensiepen)

2021
04
September
2021
Vereinsleben: Silberne Stimmgabel für Marieddy Rossetto – Dankesrede der Preisträgerin

Sehr geehrter Herr Knoll,

sehr geehrte Delegierte des Landesmusikrats NRW,

Lieber Herr Müller,

Lieber Herr Keßler,

meine sehr verehrten Damen und Herren!

Mit großer Freude habe ich soeben Ihre Auszeichnung für meine Arbeit im Chorwesen und als künstlerische Leiterin der SingPause Düsseldorf entgegennehmen dürfen. Hierfür danke ich Ihnen sehr.

Ein besonderes Dankeschön darf ich auch an meinen Laudator, Herrn Keßler richten, der mir in Düsseldorf langjähriger Begleiter und in manch vertrackten Situationen ein zuverlässiger Ratgeber war. Lieber Herr Keßler, vielen Dank für Ihre einfühlsamen Worte.

Schaue ich auf mein Leben zurück, muss und darf ich feststellen, dass mein Bestreben und meine Wünsche für meine persönliche Entwicklung sich daran orientiert haben, inwieweit mir die Arbeit mit Menschen im Zusammenhang mit der Musik möglich sein würde.

Eine solche Arbeit ist in besonderem Maße in den letzten 25 Jahren mit dem Chor der Konzertgesellschaft Wuppertal und dem Städt. Musikverein zu Düsseldorf wirklich geworden. Dankbar denke ich daran zurück, denn die Menschen, die dort zusammenkamen - so unterschiedlich sie sind - haben mit mir die verschiedensten Chorwerke mit großer Begeisterung, oft mit hohem persönlichen Aufwand um der Musik selbst willen, erarbeitet. Ihr Lohn lag im Gelingen der Aufführungen und sie haben wirklich außergewöhnliche Leistungen erbracht.

Als im Jahr 2004 Herr Manfred Hill, damals Vorsitzender des Musikvereins zu Düsseldorf mich über seine Sorgen um den Nachwuchs im Chor ansprach, kamen wir schnell überein, dass diese Sorge nicht nur unserem Chor, sondern vielen Chören der Stadt galt. Wir waren der Meinung, dass nur eine gemeinsame Anstrengung unter der Federführung der Stadtverwaltung, am großen Rad drehen könnte, das sich bewegen musste, um der Talfahrt der Chorszene entgegen zu wirken.

Darin haben wir uns nicht getäuscht, denn wir fanden offene Ohren im Kulturamt, die die Wichtigkeit unserer Überlegungen erkannten und verschiedene Musikinstitutionen zu einem „Runden Tisch“ zum Thema „Chornachwuchsförderung“ einluden.

Hier möchte ich nun meinen herzlichen Dank an die Leitung des Kulturamts Frau Marianne Schirge und Frau Dr. Petra Winkelmann aussprechen, die an so wichtiger Stelle ihrer Verantwortung gerecht wurden und werden. Bis heute vertreten sie unsere Sache treu und unterstützen uns mit aller ihrer Kraft.

Im Rahmen dieses Arbeitskreises ist die SingPause entstanden, die die Förderung des Singens in der Grundschule zu ihrem Schwerpunkt machte. Sie stützt sich auf die Vorarbeit von Justine Ward, die vor ca. 100 Jahren eine Methode entwickelt hat, auf die unsere Singleiterinnen und Singleiter bei ihrer Arbeit zugreifen können. Über eine solche Methode zur Stimm- und Gehörbildung, Rhythmusschulung und zum Notenlesen zu verfügen, ist ein wahrer Glücksfall.

Dass die Umsetzung, Weiterentwicklung und Organisation in die Hände des Musikvereins gelegt wurde, hat, so meine ich, sich zu einem weiteren Glücksfall entwickelt.

Das Zusammengehörigkeitsgefühl im Musikverein, der auch ein Korpsgeist ist, und das unermüdliche Engagement seines damaligen Vorsitzenden, Herrn Manfred Hill, gaben mir die Kraft diese ehrenvolle Aufgabe zu bewältigen, die sich bis heute in vielen Einzelheiten jeden Tag neu stellt. Ihr gerecht zu werden, bemühe ich mich immer wieder neu.

So begann die SingPause 2006 mit 5 Grundschulen und nach kurzer Zeit – sprich einem Schuljahr – hatte sie sich etabliert. Zusammen mit dem Bildungsbüro unter der Leitung Herrn Keßler‘s und dem Schulverwaltungsamt kam es zur Einbindung in den „Offenen Ganztag“ und zur Erweiterung der finanziellen Förderung. Jahr für Jahr wollten mehr Schulen daran teilnehmen und so betreuen wir heute mit 43 Sängerinnen und Sängern 16.000 Kinder in 70 Grundschulen.

In diesem Zusammenhang richte ich ein großes Dankeschön an dieses Team. Ihre unverzichtbare und einfühlsame Arbeit in einem für sie neuen Metier nämlich der Schule, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Die Silberne Stimmgabel, die ich heute entgegennehme, wie auch die anderen SingPause-Preise, sind auch Anerkennung für die außerordentliche Leistung dieser Musikerinnen und Musiker aus 15 verschiedenen Nationen, die mit Liedern aus ihren unterschiedlichen kulturellen Hintergründen unser Repertoire erweitern und bereichern.

Wir haben die Organisation in der SingPause in dem Sinne ökonomisch konzipiert, um die Schulen mit so wenig Aufwand wie möglich zu belasten. Die Bewältigung einer solchen Aufgabe, die mit den Jahren stetig gewachsen ist,        ist heute schon alleine durch ihren schieren Umfang, eine Anstrengung besonderer Art. Nichts desto trotz könnte es viel mehr Kommunen geben, die mit Engagement und Einsatz eine solche Bildungseinrichtung für Grundschüler ermöglichen und zugleich dafür Sorge tragen, dass die Lust am Singen als elementarem Zugang zur Musik aus unserer Gesellschaft nicht verschwindet.

In seinem Text „Zur Bedeutung des Singens“ schreibt Yehudi Menuhin: „Singen ist die eigentliche Muttersprache aller Menschen“.

Schaue ich in unseren jährlichen Konzerten in der Tonhalle Düsseldorf auf die glücklichen Gesichter der singenden Kinder aus vielen Nationen, muss ich bewegt feststellen, dass die von Menuhin gemeinte Muttersprache sich wieder einen Platz in unserer Welt in Düsseldorf zurückerobert.

Unser kleines musikalisches Pflänzchen aus dem Jahre 2006 hat sich zu einem veritablen Baum entwickelt. Nun hoffe ich, dass die Corona-Pandemie ihn nicht ausdörrt, denn über ein Jahr dürfen Kinder in Klassenräumen nicht singen, Kinderchöre nicht proben. Die Tonhalle blieb ihnen in dieser Zeit geschlossen. Die Frage, die sich für mich stellt, ist die: Wie lange noch?

Dass die Kinder und ihre seelische Nahrung, nämlich die Musik, bei allen Überlegungen zur Bekämpfung der Pandemie nicht vergessen werden dürfen, ist aus meiner Sicht von überragender Bedeutung.

Um Menuhin erneut zu zitieren:

„Wenn einer aus seiner Seele singt, heilt er zugleich seine innere Welt. Wenn alle aus ihrer Seele singen und eins sind in der Musik, heilen sie zugleich auch die äußere Welt.“

Dass solche Heilung durch Singen erkannt wird und uns die Möglichkeit wiedergegeben wird, unserer Berufung Kinder in die Welt der Musik einzuführen weiter folgen zu können, ist meine Hoffnung für die Zukunft und ich bedanke mich für Ihr Zuhören!

Marieddy Rossetto am 4.9.2021

Textbild: Preisverleihung "Kinder zum Olymp" - Nominierungspreis. Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und seine Gattin Elke Büdenbender mit Marieddy Rossetto und Manfred Hill im Pierre Boulez-Saal der Barenboim-Said-Akademie in Berlin im Jahre 2018.

Beitragsbild: Verleihung der Silbernen Stimmgabel des Landesmusikrats 2021 an Marieddy Rossetto (Mitte) durch Holger Müller (links); die Laudatio hielt Rolf Kessler (rechts) ©vlago

04
September
2021
Vereinsleben: Laudatio für Marieddy Rossetto zur Verleihung der Silbernen Stimmgabel des Landesmusikrates NRW

LAUDATIO

Laureat MARIEDDY ROSSETTO

Laudator Rolf Keßler

Sehr verehrte Frau Rossetto,

Weltraum steht für Weite, Innovation, Grenzenlosigkeit und Unendlichkeit. Ich zitiere den US-amerikanischen Astronauten Neil Armstrong: „Große Gedanken brauchen nicht nur Flügel, sondern auch ein Fahrgestell zum Landen“.

Die Silberne Stimmgabel wird verliehen als Auszeichnung für besondere Verdienste um das Musikleben in NRW. Sie, Frau Rossetto, treten heute in den Reigen prominenter Persönlichkeiten - darunter: Landtagspräsident Ulrich Schmidt, Sänger Wolfgang Niedecken, Konzertpianist Lars Vogt, Geiger Frank Peter Zimmermann, Politiker Gerhart Baum, Intendant Alfred Wendel, Chefdirigent Markus Stenz, Musikpädagogin Prof. Dr. Irmgard Merkt, Komponist Markus Stockhausen, Programmdirektor des WDR3 Karl Karst, und nun als 16. Preisträgerin: Marieddy Rossetto, Musikalische Leiterin der SingPause. Vielen der zuvor Geehrten hat die Verleihung der Silbernen Stimmgabel bei der Fortsetzung ihres Wirkens geholfen: größere Popularität und offizielle Anerkennung öffnen Türen und stabilisieren Positionen. Von Ihnen, liebe Frau Rossetto, weiß ich, dass die bedeutende Ehrung, die Ihnen heute zuteil wird, auf Sie eher etwas bedrohlich wirkt. Um so mehr möchte ich meine Laudatio nutzen, um Ihnen die Dimension Ihres Verdienstes und die begründete Wahl des Landesmusikrats zu verdeutlichen. Am Ende sollten Sie sich selbst zumindest halb so großartig fühlen wie sie es für viele kleine und große Andere sind.

Damit dies gelingen kann, beleuchte ich zunächst die Situation des Faches Musik in der Grundschule. Danach beschreibe ich das Programm SingPause, seine Entstehung und Verbreitung und Ihre Rolle und Aufgaben als Musikalische Leiterin. Wenn es möglich wäre, würde ich beide Stränge parallel darstellen, um noch deutlicher kenntlich zu machen, wie zielsicher Sie bestehende Probleme lösen.

Zur Situation des Faches Musik in der Grundschule: Wir leben in einer Gesellschaft, in der das Schulsystem staatlich ist, Zuständigkeiten werden umfassend und en détail geregelt. Die Verantwortung für den Musikunterricht in der Grundschule hat das Ministerium für Schule und Bildung. Das Zahlenmaterial zur Darstellung, wie viele Kinder tatsächlich die vorgeschriebenen 1- 2 Wochenstunden Musikunterricht erhalten und wie viele ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer in den Grundschulen tätig sind, ist von schwankender Bandbreite und seit langem von einem Hauch von Geheimnis umweht. Eines jedoch ist unumstritten: Alle dokumentierten Zahlen sind niedriger als der Bedarf.

Unserer Gesellschaft droht der Verlust musikalischer Bildung.

Den Mangel an musikalischem Lehrpersonal erkläre ich zum einen damit, dass die Eingangsqualifizierung für das Erreichen einer Lizenz zum Vermitteln von Musik - zurecht - sehr hoch ist. Interessenten brauchen Talent und Ausdauer; sie haben sich im Vorfeld aktiv und zeitintensiv mit ihrem Instrument oder ihrer Stimme sowie verschiedenen Facetten von Musik beschäftigt und gehen dann oft nicht in den Staatsdienst. Zum anderen sind die Bereiche des Faches Musik: Machen, Hören und Umsetzen so unterschiedlich, dass Musiklehrerinnen und Musiklehrer eigentlich Expertisen in Gesang, Komposition, Tanz und Ballett, Choreografie, Instrumentenbau, Improvisation, Instrumentalspiel usw. bräuchten, in der Realität des Lebens allesamt eigenständige Berufe mit speziellen Ausbildungswegen.

Dies unterscheidet Musik von allen anderen Schulfächern.

Mit dem Erlass zur Offenen Ganztagsschule bekam 2003 die bereits in den 90er Jahren begonnene Öffnung von Schule neue Schubkraft: Bildung ist mehr als Schule. Verantwortlich für die Bildungsarbeit in den öffentlichen Lehranstalten sind seitdem gemeinschaftlich Schule, Jugendhilfe und Beteiligte aus den Bereichen Kultur und Sport. Dies wird bis heute sehr fantasiereich interpretiert bis umgangen. Oft sprechen selbst Systemnahe von der Offenen Ganztagsschule in der Schule, Schulleitungen bezeichnen die Koordinationskraft des Jugendhilfeträgers als ihre OGS-Leitung, ignorierend, dass die Schule ein Ganzes ist, das sie leiten. Reiche Städte und Gemeinden haben Verantwortung übernommen und den neuen Bereich finanziell gefördert. Dadurch kamen Expertinnen und Experten für die wissenschaftlich gesehen wichtigsten Schulfächer Musik, Sport, Theaterspielen, Kunst und Handarbeiten in die Schule und… es entstanden mannigfaltige Konfliktfelder.

Die größte Herausforderung ist die wertschätzende Anbindung dieses Personenkreises an die übrigen in Schule Tätigen. Kinder brauchen zum gesunden Wachsen eine Gruppe von Erwachsenen, die abgestimmt handeln. Wie kann das Wirken einer Chorleitung mit dem Musikunterricht verbunden werden? Und was ist mit dem Zensurengebungsmonopol? Hatten die Kinder beim Malen nicht immer viel Freude, und was will da jetzt diese Künstlerin in unserer Schule?

Liebe Frau Rossetto, Sie kennen die geschilderte Gemengelage sehr gut und haben mit Persönlichkeit, Ausstrahlung und Fachlichkeit verdienstvoll einen gangbaren Weg zu einem Landeplatz in diesem Dschungel gefunden.

Szenenwechsel: Die hochqualifizierte Chorleiterin Marieddy Rossetto übernimmt 2001 als erste Frau in der mittlerweile über 200-jährigen Geschichte des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf die Chorleitung, um in den folgenden 18 Jahren 340 Konzerte zu geben - große Werke und Berühmtheiten bebildern ihr Erfolgsalbum. Die Anfangszeit ist für Chor und Leitung jedoch nicht leicht. Und dann kommt aus der Reihe der Bässe nach einer Chorprobe die Frage: „Frau Rossetto, wie sind Sie mit der aktuellen Situation des Singens in unserem Land zufrieden?“

Auch das noch! Nach einer Chorprobe nimmt die Chorleiterin das Mitfahrangebot des unbequemen Fragestellers von Beethovenstadt nach Hause an. Flügel trifft Fahrgestell. Die Allianz Hill&Rossetto rollt auf das Startfeld mit dem Ziel: Festigung der musikalischen Bildung - nicht etwa durch die naheliegende Gründung eines Jugendchors, sondern viel größer dimensioniert. Sie, liebe Frau Rossetto kreierten die Methode und den Namen: SingPause. Singen und Pause, ein fröhlich helles i und ein beruhigendes au - motivierend, wohltuend, positiv. Und wer möchte nicht beim unbeschwerten Singen oder bei einer Pause dabei sein!? Die Adressaten: Grundschulkinder - sind offen, haben noch ihre natürliche Verbundenheit zum Singen und sind in Schulen per se in Gruppen organisiert. Das Instrument: Die Stimme - muss nicht aufwändig angeschafft und gewartet werden und steht auch allen im häuslichen Umfeld zur Verfügung. Im übrigen eine naheliegende Wahl, wenn eine Chorleiterin und ein Sänger Großes vorhaben.

Die Chorleitungen: Gesanglich ausgebildete Hochschulabsolventinnen und -absolventen identifizieren sich mit Gesang und werden von den Kindern als kompetente Spezialisten wahrgenommen, die für das Singen brennen und so die Kinder zum Leuchten bringen. Die Methode: Zweimal wöchentlich haben alle Klassen der beteiligten Schulen im laufenden Unterricht - abgestimmt mit den Schulen - 20 Minuten SingPause. Im Beisein der Lehrperson, die mitlernt und das Gelernte im regulären Unterricht aufgreifen kann, erleben die Kinder - angeleitet durch ihre Singleitung - Stimmbildung, Rhythmusgefühl, gemeinsames Singen und Notation. Dies geschieht in aufbauenden Einheiten, Erlerntes wird mit Neuem verbunden, es bleibt für die Kinder spannend und am Ende können die meisten vom Blatt singen.

Zur Umsetzung eines solchen Projekts benötigt man finanzielle Mittel, die Tour durch die Verwaltungsbüros der Stadt Düsseldorf beginnt. Am Ende steht ein Finanzierungsmix aus Mitteln des Kulturamts, des Amts für Schule und Bildung und aus privater Förderung. Jeder, der für eine neue Idee finanzielle Unterstützung von Ämtern erbeten hat, weiß, welche Überzeugungskraft dazu nötig ist. Und dann ging es 2006 mit 5 Schulen los. Die folgende Entwicklung beschreibt niemand besser als der sehr geehrte Manfred Hill, den ich hier zitiere: „Die anfangs kleine Pflanze entwickelte sich zum großen Baum mit bundesweiter Wirkung: Anerkennung von allen Seiten, kein negativer Kommentar in 13 Jahren, 2017 Jugend-Kulturpreis der Sparkassen, 2018 Nominierungspreis zu Kinder zum Olymp aus der Hand des Bundespräsidenten, 2019 Nominierung zum Opus-Klassik 2019.

SingPause-Düsseldorf heißt heute: Frühe musikalische Bildung von 16.700 Grundschulkindern in 70 Schulen mit 688 Klassen. SingPause heißt aber auch: ca. 1.360 20-minütige SingPausen pro Woche in Düsseldorfs Schulen. 15 Städte haben das Düsseldorfer Modell bislang übernommen. 18 bis 20 Konzerte veranstalten wir in großartiger Organisation und Vorbereitung von Marieddy Rossetto jedes Jahr mit den Grundschulkindern in der Tonhalle Düsseldorf. Bis heute stemmen wir das Projekt unter Mithilfe von 48 Singleiterinnen und Singleitern organisatorisch alleine.“

Das macht man nicht mal eben so, liebe Frau Rossetto! Sie sind sachkundig. Sie haben ein neues tragfähiges Konzept entwickelt: Methodisch-didaktischer Aufbau von progressiven Einheiten über 4 Grundschuljahre hinweg, Auswahl und Zusammenstellung umfangreicher Materialien und Anleitung und Fortbildung der Vermittlerinnen und Vermittler vor Ort. Sie treffen damit das Innere der Kinder mit einem Spannungsbogen vom Leisen zum Lauten, vom konzentrierten Ton-aus-dem-Kopf-Ziehen bis zu gemeinsamen Konzerten in der Tonhalle, wo alle Sängerinnen und Sänger mit stolzer Brust Lieder aus Ihrem Liederbuch vortragen. Ihr Denken ist von großer Klarheit. Sie sind mutig, zielstrebig und sicher. Die SingPause zur Linderung des musikalischen Bildungsnotstands nachhaltig in den Schulen zu platzieren und neben das staatliche Curriculum zu setzen, also eine schulische Maßnahme ohne schulaufsichtliche Kontrolle zu implementieren, ist klug, zukunftweisend und stößt - wie man an der Entwicklung sieht - auf mannigfaltige Zustimmung bei Klein und Groß.

Sie sind weitsichtig und denken nachhaltig: Sie greifen auf ausgewähltes Liedgut zurück, das - langfristig gesehen - alle beteiligten Kinder kennen und ermöglichen damit ein Wiederaufleben tradierten Singens in Familien. Sie sind eine überzeugte und überzeugende Persönlichkeit. Um das Konzept zu realisieren, mussten Dezernenten, Amts- und Abteilungsleitungen und Privatleute finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Schulen müssen ihr Wertvollstes Gut: Unterrichtszeit bereitstellen. Singleitungen müssen angesprochen, ausgewählt, aus- und fortgebildet und begleitet werden.  Sie sind fleißig, akribisch und präzise bis ins letzte Detail. Die beschriebene Begleitung der Singleitungen, die Erarbeitung und Bereitstellung aller Materialien, der Kontakt zu den Schulen, die Organisation der Konzerte lassen auf einen unermesslichen Zeiteinsatz schließen. Sie bearbeiten das Große und das Kleine: Vom didaktischen Konzept bis hin zu Sitz-, Fahr-, Lauf- und Ausstiegsplänen bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für 70 Schulen anlässlich der Tonhallenkonzerte. Wenn einzelne Klassen einer Schule am vorgesehenen Termin einen Ausflug machen, schieben Sie diese in ein anderes Konzert. Zuletzt haben Sie zusätzlich digitale Lösungen erarbeitet und zur Verfügung gestellt.

Sie sind stark. Sie sind bescheiden. Sie sind besonders. Worte aus Ihrem Mund: „Viele Leute setzen Hoffnung in meine Arbeit und ich muss das gut machen. Ausprobieren ist total interessant. Ich bin sehr neugierig; wo kann ich hier was lernen? Das Schlimmste ist, mich auszubremsen. Ich muss nicht vorne stehen. Zufriedenheit und Dankbarkeit mit dem, was man tut, ist das Wichtigste. Alle sollten das ausüben, was ihren Talenten entspricht.“

Ich gratuliere Ihnen, liebe Frau Rossetto, zur sehr wohl verdienten Ehrung mit der Silbernen Stimmgabel. Dem Landesmusikrat gratuliere ich zu seiner unzweifelhaft richtigen, wichtigen und feinfühligen Auswahl. Auf dem Rumpf steht Kinder zum Olymp, die Flügel sind mit dem Bundesverdienstkreuz dekoriert und das Fahrwerk ist nun versilbert.

Die SingPause steht startbereit für weitere große Flüge. Möge unsere Gesellschaft ihre Triebkraft lange und ausgiebig nutzen!.

Rolf Keßler am 4.9.2021

Textbild: Verleihung der Silbernen Stimmgabel des Landesmusikrats 2021 an Marieddy Rossetto (Mitte) durch Holger Müller (links); die Laudatio hielt Rolf Kessler (rechts) am 4.9.2021 ©vlago

Beitragsbild: Preisverleihung "Kinder zum Olymp" - Nominierungspreis. Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und seine Gattin Elke Büdenbender mit Marieddy Rossetto und Manfred Hill im Pierre Boulez-Saal der Barenboim-Said-Akademie in Berlin im Jahre 2018.

 

Laudator: Rolf Keßler war ehemals Vorstandsmitglied des Bundesverbands Musikunterricht NRW und Vorsitzender des Kuratoriums von Jedem Kind ein Instrument. Er war langjähriger Schulleiter der Gemeinschaftsgrundschule Richardstraße in Düsseldorf und anschließend als Gründungsmitglied 12 Jahre im Regionalen Bildungsbüro der Landeshauptstadt Düsseldorf tätig.

28
Juni
2021
Vereinsleben: Bewegte Zeiten – Die Düsseldorfer Musikchefs nach 1945 im Schallarchiv des Musikvereins

Um es vorweg zu nehmen: Im Schallarchiv des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf gibt es Tondokumente von allen Nachkriegs-Musikdirektoren, die für das Konzertleben der Stadt verantwortlich waren bzw. sind. Besonders erfreulich ist der Umstand, dass wir mit der 8. Mahler unter Hermann Scherchen bis ins Jahr 1956 (Stand heute) zurückreichen. Drei Tondokumente fehlen leider: Pfitzner „Von deutscher Seele“ ( Mai 1949,  NWDR), Kodaly „Te Deum“ + Liszt „Eine Faust-Sinfonie“ (Mai 1954, WDR) und Pepping „Te Deum“ ( Juni 1956, WDR). Jeder, der -zufällig- in seinem Fundus eine oder mehrere dieser Aufnahmen noch finden kann, sei herzlich aufgerufen, sich an den Städtischen Musikverein zu Düsseldorf zu wenden.

Verschweigen wollen wir nicht, dass eine musikalisch-historische Kostbarkeit per Zufall entdeckt werden konnte: Die heutigen Düsseldorfer Symphoniker unter Leitung von Richard Strauss (Mai 1938) im Zusammenhang mit den „Reichsmusiktagen 1938“. Das Programm hat zwar nichts mit dem Chor zu tun (Leonore III + Festliches Präludium), aber es ist die unseres Wissens nach einzig existierende  Tonaufnahme aus dem Kaisersaal der alten Tonhalle.

Unter den inzwischen (2021) mehr als 196 Volumes des Schallarchivs sind einige Mitschnitte der Düsseldorfer Musikdirektoren, die nicht mit den Düsseldorfer Symphonikern entstanden sind. Dennoch dokumentieren Sie die (auch heimische) Zusammenarbeit mit dem Chor. Das betrifft Jean Martinon, von dessen Wirken in Düsseldorf es leider kein Tondokument mit dem Musikverein gibt. Umgekehrt hat das Schallarchiv auch eine reine Orchesteraufnahme unter Willem van Otterloo in seinen Bestand aufgenommen. Grund: Es existiert auch hier keine Aufzeichnung mit dem Chor. Hervorzuheben sind die fünf (!) erhalten gebliebenen Mitschnitte unter Eugen Szenkar aus den Jahren 1957 und 1958. Nimmt man die 8. Mahler unter Herman Scherchen (Schallarchiv Vol. 77, 04.06.1956) und spannt einen Bogen zur neuesten Produktion in der Diskografie (2. Mahler unter Adam Fischer, Vö: 2020), so können wir eine Zeitspanne von 64 Jahren akustisch nachvollziehen.

Mit Beginn der Ära Klee und den Möglichkeiten der Tonhalle am Rhein war man nicht mehr nahezu ausschließlich auf Rundfunkaufnahmen oder Schallplatten-Produktionen angewiesen. Damit stieg die Anzahl der (Eigen-) Mitschnitte deutlich an bis hin zu jenen professionell ausgesteuerten Tondokumenten, die die Tonhalle heute von allen Konzerten der Düsseldorfer Symphoniker -und somit auch mit dem Städtischen Musikverein zu Düsseldorf- anfertigen lässt.

Verwiesen sei an dieser Stelle nochmal auf die Diskografie des Musikvereins. Hier finden sich Produktionen mit den Düsseldorfer Generalmusikdirektoren Heinrich Hollreiser, Rafael Frühbeck de Burgos, Henryk Czyz, Bernhard Klee, David Shallon, Andrey Boreyko (DVD) und Adam Fischer.

Und noch etwas:

Ich denke es ist Zeit für mich, so etwas wie eine Bilanz zu ziehen. Die Arbeit an Aufbau, Ausbau und Gestaltung des Musikvereins-Schallarchiv hat mir viel Freude bereitet. So war es für mich sehr interessant, z.B. die unterschiedlichsten Interpretationen eines Werkes aus der Perspektive unterschiedlicher Dirigenten in unterschiedlicher Zeit nach zu erleben. Wichtig für mich war und ist, dass alle Tondokumente nicht nur als CD/DVD aufbereitet sind, sondern diese auch in Form von Dateien auf gesonderten externen Festplatten zur Verfügung stehen. Damit ist dieser akustische Fundus zusätzlich für eine Transformation in zukünftige Medien-Formate -so gut es heute geht- vorbereitet. Hoffen wir also, dass sowohl das Wirken des Konzertchores der Stadt Düsseldorf erfolgreich fortbesteht, dass "Bewegte Zeiten" auch die Zukunft des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf prägen und auszeichnen, dass die Ergebnisse seines Musizierens in den vor uns liegenden Jahren und Jahrzehnten erschlossen, bewahrt und weiter gepflegt werden können!

Résumé von Rainer Großimlinghaus im Juni 2021

Bild links: (Schallarchiv Vol. 77) Mahler: Symphonie Nr. 8 “Symphonie der Tausend” - Hollweg . Mack . Derix . Lasser . Diekmann . Vohla . Fehn
Knabenchöre der Humboldt- und Max-Planck-Gymnasien . Mädchenchor der Luisenschule - Städtischer Musikverein zu Düsseldorf - Philharmonischer Chor Köln
Düsseldorfer Symphoniker
Hermann Scherchen
Aufnahme: Rheinhalle Düsseldorf, 4. Juni 1956, © 1956 WDR Köln.

Bild rechts: AVI 8553399 CD © 2018 (siehe Diskographie) Mahler: Symphonie Nr. 3, Larsson, Clara-Schumann-Jugendchor, Damen des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf, Adam Fischer (Opus-Klassik 2019)

 

 

21
Juni
2021
Vereinsleben: Bewegte Zeiten – Vom Turbo bis zum Stillstand – Der Konzertchor nach 2000

Die Chronik des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf weist extreme und markante Schwankungen hinsichtlich seiner Präsenz im Düsseldorfer Konzertleben, seiner Tourneen und seiner Medienpräsenz auf. Hierbei zeigen sich Parallelen zum gesamtgesellschaftlich-wirtschaftlichen Umfeld. War die Entwicklung des Musikvereins nach dem zweiten Weltkrieg eine ständig aufwärts gerichtete, so ist nahezu simultan das „Wirtschaftswunder“ in der Bundesrepublik (alt) zu beobachten. Die Reputation eines deutschen Chores innerhalb des nachkriegs-Europa war schwierig, jedoch durch Leistung, durch Qualität, durch eine überspringende Begeisterung vermittelbar. Die Kontinuität innerhalb des Musikvereins (Vorstand, Chordirektion), und die dadurch hervorgerufene Stabilität bildeten ein Rückgrat, das Grundvoraussetzung für ein Chorleben war, wie wir es in der vorliegenden Chronik nachvollziehen können. Da der Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf trotz seiner hoch-prominenten künstlerischen Partner immer noch ein „Laienchor“ war, ist und bleibt, gab es begleitende Auswirkungen durch die teilweise heftigen wirtschaftlichen Umbrüche auf den Chor. Die einzelnen Mitglieder hatten in ihrem beruflichen Umfeld Veränderungen hinzunehmen, die bei manchen bis in die Existenzbedrohung gingen: Wirtschaftskrisen, der Umbau von der Industriegesellschaft zur Dienstleistung, die Digitalisierung und der damit einhergehende strukturelle Wandel einer ganzen Volkswirtschaft. Fast zeitgleich war im europäischen Umland eine Entwicklung zu registrieren, die -zumindest anfänglich- dazu führte, dass örtliche Konzertchöre gegründet wurden, die die Verpflichtung eines auswärtigen Chores (mit all den damit verbundenen Kosten) erübrigen sollte. Das ist teilweise gelungen, teilweise aber auch nicht. Gleichwohl sind besonders in den BeNeLux-Staaten die Gastspiel-Aktivitäten des Musikvereins-Chores als so etwas wie einen "Impulsgeber" aufgenommen worden. Frankreich spielte hierbei eine herausgehobene Rolle. Fazit: Ein Vergleich der End-80er Jahre mit dem ersten Quartal des 21. Jahrhunderts zeigt, dass sich die für den Chor des Musikvereins so typisch gewordenen Auslandgastspiele mehr und mehr auf -1- (!) Konzert im 2-Jahresrhytmus beschränkten. Nach 2014 (Deutsches Requiem unter Andrey Boreyko in Brüssel) ist bis dato keine Konzertreise mehr zu verzeichnen (siehe Konzertchronik).

In der Heimat, in Düsseldorf, baute sich nach den turbulenten Nachkriegsjahren ein innerchorisches Problem auf: die Generationenfrage oder auch das Nachwuchsproblem. Gründe dafür waren vielfältig und waren sowohl in einer inneren wie äußeren Attraktivität zu suchen. Die innere Attraktivität lag für (potentielle) Sängerinnen und Sänger in der Beantwortung der Frage: „Was machen die denn?“; die äußere Attraktivität hatte mit „was machen die mit wem und wo?“ zu tun. Blickt man auf die Programme des Musikvereins-Chores im 21sten Jahrhundert, so richtete sich das Interesse vergleichsweise schnell in Richtung der Literatur, die einstudiert und aufgeführt werden soll. Für Veranstalter im In- und Ausland kommt ein Gesichtspunkt hinzu: geben solche Werke Anreiz dazu, ausgerechnet diesen Chor einzuladen (wohin und zu wem auch immer). Dazu muss man wissen, dass die Konstruktion bzw. Einbindung des Städtischen Musikvereins in das Konzertleben der Landeshauptstadt Düsseldorf und somit in die Symphoniekonzerte der Düsseldorfer Symphoniker deutschlandweit so gut wie einmalig sein dürfte. Der Musikverein hat -im Gegensatz zu den allermeisten Konzertchören Deutschlands- keine eigene Konzertreihe, keine eigenen Abonnenten, wenn man so will also kein "eigenes" Publikum. Diese Konstellation birgt insoweit eine Abhängigkeit in sich, als zwar die für eine Eigenständigkeit notwendige Infrastruktur wegfällt, der Chor jedoch sich dem Diktum der städtischen Konzertplanung alternativlos beugen muss. Nur so sind zahlreiche Programme der Jahre nach 2007 zu erklären. Die tradierte Übung, zwischen (General-)Musikdirektor und dem Chorleiter bzw. dem Chorvorstand einen langfristigen Konzertplan gemeinsam zu erarbeiten -und zwar im gegenseitigen Interessenausgleich- war zumindest in der bis dahin geübten Praxis nicht mehr Gegenstand der Vorstellung seitens der für den Chor wichtigen Tonhallen-Intendanz. Unzufriedenheiten auf beiden Seiten waren die Folge. Sicher ist eine derartige Entwicklung auch das Ergebnis eines ganz grundsätzlichen Missverständnisses: Wer in Düsseldorf bei der geschilderten Tradition und Sachlage die Position eines Intendanten der Tonhalle antritt, hat Verantwortung nicht nur für das Orchester, sondern eben auch für den Chor des Hauses. Und das ist der Städtische Musikverein zu Düsseldorf mit seiner außergewöhnlich langen Historie, auf der das konzertante Musikleben der Stadt letztendlich fußt.

Die geschilderten Umstände führten zusätzlich zu einem Altersproblem innerhalb des Chores, was umso deutlicher zu Tage trat, als es immer schwieriger wurde, junge Sängerinnen und Sänger für die Mitarbeit im Chor zu begeistern. Selbst wenn eine Motivation bei dem einen oder anderen im Grundsatz durchaus vorhanden war, stellten Werkauswahl und die teilweise sich prekär entwickelnden privaten beruflichen Umstände hohe, vielfach zu hohe Hürden auf. Sage niemand, dass sich das dann nicht auch auf die künstlerische Qualität des Chores auswirken musste.

Eine geradezu entgegengesetzte Entwicklung nahm das Edukation-Projekt des Städtischen Musikvereins. Der damalige Vorsitzende Manfred Hill rief mit der „SingPause Düsseldorf“ ein Instrument ins Leben, das sich mit seiner Ausrichtung auf die Grundschulkinder fast aller Düsseldorfer Schulen seit 2006 hin zu einer Institution entwickelt hat, die heute (2021) in zahlreichen anderen Städten Nachfolgeprojekte hervorgerufen hat. Vielfach ausgezeichnet sucht das Projekt „SingPause“ seinesgleichen, fast möchte man sagen europaweit: www.singpause.de

Das Schlimmste, was überhaupt hätte passieren können, war ein absolutes „Singverbot“. Warum?

2019 befiel die Welt das Covid-19 Virus. Von China sich in der Zeit grenzenloser Mobilität rasend schnell ausbreitend führte diese lebensgefährliche Pandemie nahezu weltweit zu einem mehr oder weniger vollständigen „Lockdown“ des öffentlichen Lebens. Allein in Deutschland waren Mitte des Jahres 2021 über 90.000 Todesfälle bei mehr als 3,8 Mio. Infektionen zu beklagen. Betroffen durch die Schutzmaßnahmen von Bund und Länder waren Industrie, Handel, Kultur, die gesamte Wirtschaft einschließlich der Schulen, Universitäten, Tourismus, Einzelhandel, und, und, und im In- und Ausland. Da das Virus und auch die im Laufe der Zeit sich entwickelnden hochgefährlichen Mutanten von Mensch zu Mensch via Aerosole verbreitet wurde, war jegliche Ansammlung von Personen geradezu eine Lebensgefahr. Kurz: Über Deutschland und die Welt kam eine Naturkatastrophe wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. Selbst die erstaunlich schnell (!) entwickelten Impfstoffe konnten schon wegen der logistischen Problematik weder in Deutschland, noch in Europa geschweige weltweit zu einer Situation führen, die den Menschen ein „normales Leben“ hätte ermöglichen können. Die Folge war, dass z.B. das Konzertleben völlig zusammenbrach. Alle Orchester weltweit mussten aufhören zu proben und zu spielen. Kein Chor konnte mehr musizieren. Die Theater, Opernhäuser und Konzertsäle wurden geschlossen; so auch die Tonhalle Düsseldorf. Für den Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf stand zunächst die Zeit still.

Das geschah alles ausgerechnet in einer Zeit, wo -lange vorbereitet- sowohl die künstlerische Leitung, als auch der Vorstand durch Neuwahlen und Neubesetzung sich einen so notwendigen Neuanfang vorgenommen hatten. Professor Dennis Hansel-Dinar und der Vorsitzende Stefan Schwartze sahen sich einem Chor gegenüber, der nicht singen durfte. Die Auflösung einer derart absurden Situation war zum Zeitpunkt, da diese Zeilen geschrieben wurden, noch in keiner Weise absehbar, auch wenn man „vorsichtig“ für Oktober 2021 mit Aufführungen und einer CD-Einspielung des Oratoriums „Saul“ von Ferdinand Hiller liebäugelt. Aufwändigste „Einzelproben“ via Internet wurden kreiert. Eine "Hilfskonstruktion", die mit Chorgesang herzlich wenig zu tun hatte, jedoch -wieder typisch für den Musikverein- versuchte, die "verschworene Gemeinschaft Musikverein" zumindest virtuell irgendwie zusammenzuhalten.

Was bleibt aus diesen 2 Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts? Über das Jubiläumsjahr 2018 ist an anderer Stelle bereits ausführlich gesprochen worden. Auch darüber, dass so manches hätte anders kommen sollen. Entscheidend und zukunftsorientiert wurde der Wechsel an der Spitze der Düsseldorfer Symphoniker. Auch für den Konzertchor war die Berufung von Adam Fischer bedeutsam, kam doch mit Adam Fischer wieder einmal eine Persönlichkeit, die einen großen internationalen Ruf nach Düsseldorf gebracht hatte. Seine Einspielungen der Symphonien von Gustav Mahler fanden überregional hohe und höchste Anerkennung und waren damit auch eine Auszeichnung für unser Orchester. Der Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf war an allen drei "Vokalsinfonien" erfolgreich beteiligt (OPUS Klassik / vormals Echo Klassik). Die Welt-Ersteinspielung des "Saul" von F. Hiller wäre ein weiterer markanter Punkt in der Medienpräsenz des Städtischen Musikvereins...

Stand heute (2021) weiß niemand, wie es weitergeht! Die existenziellen Probleme des Chores als Ganzes und auch seiner einzelnen Mitglieder sind so groß wie wohl seit 1943 nicht mehr (siehe Chronik). Wie heißt es so schön passend im Te Deum?: „In te Domine speravi!“

Gedanken von Rainer Großimlinghaus am 21.6.2021

Bild: Banner an der Tonhalle Düsseldorf anlässlich des Festkonzertes zum 200. Jubiläum des Städtischen Musikvereins im Jahre 2018. Auch ein Hinweis auf die Uraufführung von Mendelssohns "Paulus" im Jahre 1836, und damit ein Beleg für die Wiege des romantischen Oratoriums, die mit Hilfe Mendelssohns und des Städtischen Musikvereins in Düsseldorf steht.

08
Juni
2021
Corona-Zeit: Erlebnisbericht von Karl-Hans Möller nach der ersten Präsenzprobe

Es ist schon mehr als sechs Monate her: seit unserem letzten Zusammensingen vor Weihnachten haben wir nur online trainiert und geprobt. Wir haben einander nur mit Kopfhörer und durch Lautsprecher gehört, auf Bildschirmen gesehen. Bis zu dieser Woche. Dank sinkender Inzidenzwerten in Düsseldorf darf der Musikverein wie andere Laienchöre wieder mit Präsenzproben mit bis zu 20 Sängerinnen und Sängern beginnen. Wie war das erste Mal nach langer Schonzeit? Hier der Erlebnisbericht unseres Bass-Kollegen, Dr. Karl-Hans Möller:

 

Ich weiß jetzt, wie man einen „Efeu“ singt …

… ob ich wohl jemals so sehr eine Probe unseres Konzertchores herbeigesehnt habe? Ich glaube kaum, nicht einmal meine erste. Und diese Vorfreude hatte ich nicht allein, denn einer nach dem anderen der vor dem Bühneneingang der Tonhalle auf das Probenende der ersten Gruppe Wartenden begrüßte die Sangesbrüder und -schwestern mit einem glücklichen Lächeln und einem „Ist das nicht schön“ auf den Lippen. Die Vorfreude verstärkte sich noch, als die Auserwählten des ersten von vier Durchgängen singend, summend und begeistert palavernd nach inniger Begrüßung den Weg für unsere Registrierung freimachten.

Mit Ausnahme einiger sommerlicher Open-Air-Proben zwischen den „Wellen“ in Doppelquartettbesetzung hatten wir uns eineinhalb Jahre nicht zum chorischen Singen gefunden. Im stoßgelüfteten Hentrich-Saal der Tonhalle wurde uns allerdings sofort klar, dass ein gemeinsames Atmen mit dem Nachbarn schwierig werden würde, weil sich die Distanz zwischen den einzelnen Stühlen natürlich der Vorschrift entsprechend audiokontaktfeindlich erwies. Test- oder immungeprüft waren die 6 Soprane, 6 Altistinnen, 3 Tenöre und 2 Bässe bereit zum ersten gemeinsamen Aufwärmen, Einsingen und Stimmbilden nach 75 Wochen. Wahrscheinlich hat die bestens gelaunte Chorleiterin Constanze Pitz selbst beim konzentrierten Aufbau der Stimmstütze selten in so viele strahlende Gesichter schauen dürfen.

Auf dem Probenplan standen die Nummern 12 und 43 aus Ferdinand Hillers Oratorium „Saul“. Ich war trotz meines vorherigen Übens etwas nervös, weil ich mich – zwar an der Seite unseres Vorsitzenden, aber eben doch nur – als der zweite anwesende Bass auf eine damit nahezu „doppelsolistische“ Probe freuen durfte. Da wir durch die regelmäßigen online-Proben nach intensivem Selbststudium mit Hilfe der bestens von Prof Dennis Hansel-Dinar und seinen Kollegen vorbereiteten Übungs-Takes die Töne schon weitgehend beherrschten, konnte Constanze gleich mit dem für uns so lange ersehnten chorischen Musizieren beginnen – freilich den freundlich mahnenden Finger zielsicher in die erwartete Wunde legend, denn auch wir hatten unsere Problemstellen in den Noten kräftig eingekreiselt.
Gleich die erste begann mit dem schönen Bassthema „…denn seine Güte und Wahrheit“ , das wir beide als Einleitung der sich daraus entwickelnden Passage ziemlich oft singen mussten, um den anderen Stimmen den Einsatz zu liefern. Ich hätte vor Freude gerne „mehr“ gerufen, denn selbst das ständige „dacapo“ war die Chance zum sich gemeinsam aus einer Tonfolge entwickelnden Singen.

Bei einer weiteren Stelle aus „Davids Harfe“ (12), in der „…treu wie Epheu wird sich winden…“ zu singen war, hatte die Leiterin die Idee, beim Finden der richtigen Phrasierung die elegante Kletterbewegung Ranke nachzuempfinden und damit offensichtlich Erfolg. Ich weiß jetzt zumindest, wie man Efeu singen „kann“. Es war eine wunderbare Probe, weil sie befreit war, von anfänglichen Tonfindungsschwierigkeiten und angereichert durch eine intensive Arbeit an bereits durchaus leidlich wohlklingender Polyphonie.

Viel zu schnell war die vorgegebene Zeit vorbei und die Vorfreude auf die Probe in der kommenden Woche begann schon mit dem Austragen aus der streng geführten Hygieneliste. Diese positive Erwartung schließt aber auch die Gewissheit ein, dass die häuslichen Übungsstunden eine großartige und spürbar angstbefreiende Voraussetzung für effektives und alle beglückendes Musizieren sind.

Wenn irgendjemand die Bericht als zu „euphorisch“ liest – er ist genau so gemeint.

Beitragsbild: Dr. Karl-Hans Möller, Bass

Bild: Der Klavierauszug von Ferdinand Hillers "Saul"

15
Februar
2021
Wir trauern mit dem Musikverein Chemnitz

Der Chemnitzer Musikverein trauert um seine Vorsitzende Gerlinde Schilling und um sein hochengagiertes Mitglied Gerhard Albert Jahn

Noch am Neujahrstag 2021 feierte - wie wir hörten - die Vorsitzende des Chemnitzer Musikvereins Gerlinde Schilling in ihrer Wohnung im schönen Chemnitzer Stadtteil Kaßberg ihren 83. Geburtstag und nahm telefonisch die herzlichen Glückwünsche vieler Mitglieder entgegen. Ihr plötzlicher Tod am 6. Januar riss sie aus einem Leben, das sie ganz ihrer Leidenschaft für Kunst im Großen-Ganzen und der Musik im Täglich-Besonderen gewidmet hatte.

Nur drei Wochen später erlag in einer Chemnitzer Klinik, ebenfalls im 83. Lebensjahr, ein weiteres für den Verein äußerst engagiertes Mitglied seiner schweren Krebserkrankung: Gerhard Albert Jahn, Lehrer, Zauberer, Autor und Forscher, wie die Freie Presse ihn in ihrer Bekanntgabe vom 11.2. charakterisierte.

Jahns Forschungsdrang führte ihn 2011 u.a. auf die Internet-Chronikseiten des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf, wo beschrieben ist, dass 1856 in der Nachfolge Felix Mendelssohn Bartholdys der 21-jährige Felix Otto Dessoff, Absolvent des Leipziger Konservatoriums, Freund und Weggefährte von Johannes Brahms und Urgroßvater von Gerhard Albert Jahn, die Opernsparte des Düsseldorfer Statttheaters übernahm. Die Recherchen des Urenkels bahnten den Kontakt zur Redaktion der Musikvereinszeitschrift NeueChorszene, die 2012 in ihrer Ausgabe Nr. 17 den Lebensweg des Komponisten und Dirigenten anhand der von Joachim Draheim und Gerhard Albert Jahn 2001 herausgegebenen Dessoff-Biografie nachzeichnete. Hier schon war nachzulesen, dass Otto Dessoff aus seiner Ehe mit Friederike Meisinger, die der junge Dirigent als Fünfzehnjährige in Düsseldorf kennengelernt und 1861 geheiratet hatte, drei Söhne und die Tochter Margarete hervorgingen. Auf sie, die musikalisch in die Fußstapfen ihres Vaters trat, und ihre frisch erschienene Biografie machte Herr Jahn die NC-Reaktion noch im vergangenen Jahr aufmerksam. Die Autorin Sabine Fröhlich beschreibt darin die Chordirigentin Margarete Dessoff „auf dem Weg in die Moderne“ als Leiterin und Gründerin verschiedener Chorvereine, so sind z. B. die „Dessoff Choirs“ in New York heute noch aktiv. (Die Redaktion stellte das Buch in der NC33 vor und den Preisrätsel-Lösern als Gewinn in Aussicht.)

Ein weiteres Forschungs- und Betätigungsfeld des Verstorbenen war die „Entdeckung der Nachhaltigkeit“, die auf den 1645 auf Burg Rabenstein bei Chemnitz geborenen Hans Carl von Carlowitz, Verfasser des ersten geschlossenen Werks über die Forstwirtschaft und wesentlicher Schöpfer des forstlichen Nachhaltigkeitsbegriffs, zurückgeht. Gerhard Albert Jahn gehörte 2011 zu den Gründungsmitgliedern der Chemnitzer Carlowitz-Gesellschaft, die sich das Bewahren, Erschließen und die Nutzung sowie die Weitergabe des Carlowitz’schen Erbes zum Ziel ihres bürgerschaftlichen Engagements setzte.

Im Nachruf auf den Verstorbenen dankt ihm der Vorstand der Gesellschaft „für seine stets wertvolle Unterstützung und die wegweisenden Beiträge für das Fundament der Carlowitz-Gesellschaft und die leidenschaftliche Verbreitung des Carlowitz’schen Leitbildes. Sein Rat und sein Humor werden uns sehr fehlen.“ Jahrelang hatte der Hobby-Zauberer und Mitglied des Magischen Zirkels Deutschland die Mitgliederversammlungen der Gesellschaft mit seinen Zaubertricks bereichert. Auch Chormitgliedern aus Düsseldorf hat Gerhard Albert Jahn bei abendlichen Treffen im Ratskeller von Chemnitz kleine Kostproben seines Talents gegeben.

Kammermusikensembles und Kulturstätte waren stets Garant für anspruchsvolle Konzertveranstaltungen und Vortragsabende, zu denen sie Musikwissenschaftler und Künstler wie Werner Kaden, Michael Maul oder Peter Schreier einlud. Zu den monatlichen Veranstaltungen des „Musikclubs“ in der Chemnitzer Stadtbibliothek war 2017 auch der Städtische Musikverein - über seine 200jährige Vereinsgeschichte referierend - in die Düsseldorfer Partnerstadt eingeladen. Es nimmt nicht Wunder, dass die Konzerteinladungen, zu denen der Chor des Düsseldorfer Musikvereins 2016 und 2017 nach Chemnitz reiste und jeweils am Tag der Deutschen Einheit Beethovens 9. Sinfonie mit aufführte, von Vorstand und Mitgliedern des Chemnitzer Musikvereins begleitet wurden. Der Chemnitzer Musikverein, 1837 - wie der Düsseldorfer mit ähnlichem Programm und Anspruch - gegründete bürgerliche Kulturverein musste seine Aktivitäten in den Wirren der NS- und Nachkriegszeiten einstellen. Erst 1991 konnte der damalige Chemnitzer Generalmusikdirektor Dieter-Gerhard Worm die Wiederbelebung des Musikvereins initiieren. Die seinerzeitige Leiterin der Städtischen Musikbibliothek Gerlinde Schilling wurde Neugründungs- und Vorstandsmitglied und 2014 zur Vorsitzenden gewählt. Ihre engen Beziehungen zur Robert-Schumann-Philharmonie, zur Städtischen Musikschule Chemnitz, zu

Gerade in diesen derzeit pandemiegetrübten Tagen drücken wir in Düsseldorf die Daumen, dass schon bald wieder kulturelle Ereignisse und Begegnungen im Austausch stattfinden können, wir würden dazu gerne - auch schon vor dem Start in das Kultur-Hauptstadt-Jahr 2025 - unseren Beitrag leisten. Das zunächst naheliegende Bemühen, die beiden Vereine in eine eigene, kooperierende Partnerschaft mit kulturellem Austausch zu bringen, konnte wegen der unterschiedlichen Vereinsziele – hier an Konzerten direkt beteiligter Chor, dort Veranstalter kultureller Begegnungen – nicht Gestalt annehmen. Dennoch bleiben die Vereine einander freundschaftlich verbunden, dies um so mehr, als sich in Chemnitz nach der ersten Ereignis-Schockstarre hoffnungsvolle Perspektiven zu entwickeln scheinen: Die frühere Leiterin der Chemnitzer Musikbibliothek Evelyn Kluge und die Direktorin der Städtischen Musikschule Nancy Gibson, die aus Kanada kam und lange Jahre als dramatische Sopranistin am hiesigen Stadttheater engagiert war, haben signalisiert, sich über ihre derzeitigen Aufgaben im Vorstand und künstlerischem Beirat hinaus der Aufgaben anzunehmen, die die beiden Verstorbenen mit so großem Eifer zum Erfolg führten.

Städtischer Musikverein zu Düsseldorf

Georg Lauer, Februar 2021

Bild: Gerlinde Schilling und Gerhard Albert Jahn (Bild-Vordergrund) beim Empfang in der Oper von Chemnitz nach dem Konzert mit dem Städtischen Musikverein zu Düsseldorf (Foto: Musikverein Georg Lauer)

2019
26
November
2019
Bewegte Zeiten: Veränderte Organisationsstrukturen des Musikvereins und die Folgen

Bereits im Jahr 2016 wurde durch den damaligen Vorsitzenden Manfred Hill die Gründung eines Arbeitskreises ins Leben gerufen. Ihm wurde der Name "AK 2019+" gegeben. Der Arbeitskreis hatte die Aufgabe, Strukturen des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf e.V. zu

durchleuchten und Vorschläge zu machen, wie die Zeit bis zu einem Wechsel im Amt des Vorsitzenden gestaltet werden kann. Hill betonte immer scherzhaft, dass er einen AK gründen werde, der ausschließlich für seine Abschaffung sorgen soll. Dahinter stand folgende Ist-Situation: In seiner mehr als 50jährigen aktiven Mitgliedschaft im Musikverein sind auch 40 Jahre Vorstandsarbeit: über 20 Jahre als Schatzmeister und damals (2016) auch fast 20 Jahre als Vorsitzender. In dieser Zeit hatte Manfred Hill nicht nur die gesamte Internetseite des Musikvereins (www.musikverein-duesseldorf.de) auf- und ausgebaut, sondern auch die sehr vielschichtigen "traditionellen" Aufgaben im Musikverein sowie für das neu gegründete Edukation-Programm "SingPause" ausgeführt. Für ihn stand immer fest, dass nur eine Strukturveränderung dazu führen kann, irgendjemanden dafür zu begeistern, sich der Aufgabe "Musikvereinsvorsitz" zu nähern. In der Doppelaufgabe Musikverein+SingPause war dies kaum vorstellbar. Aufgrund seines Alters (Jahrgang 1944) beschloss Manfred Hill dem Chor mitzuteilen, dass er sein Vorstandsamt zur Mitgliederversammlung 2020 niederlegen möchte. Er biete an, die SingPause weiter zu betreuen, was zusammen mit Marieddy Rossetto geschehen solle. Sie hatte die Leitung des Chores bereits 2019 abgegeben, stand aber für eine derartige Idee zur Verfügung. All das geschah in großem Einvernehmen, wurde den Mitglieder umfangreich erläutert und endete in der organisatorischen Trennung von Musikverein und SingPause.  Wie oben beschrieben sollte der AK 2019+ also die Trennung und die zukünftige Entwicklung des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf e.V. vorbereiten, argumentativ unterstützen und die Ergebnisse dem Vorstand als Entscheidungshilfe vortragen. Es geschah so und die organisatorische Aufteilung wurde über einen Vorstandsbeschluss in einer außerordentlichen Vorstandssitzung aktenfest. Der Weg war auf diese Weise ohne eine Änderung der Satzung machbar. Der ganze Vorgang kann hier naturgemäß nur verkürzt dargestellt werden. Die Mitglieder nahmen die veränderten Organisationsstrukturen in großer Geschlossenheit zustimmend zur Kenntnis.

Nachfolgend die Wiedergabe der sehr zahlreichen Mitgliederinformationen zum Thema:

"Aufgrund unserer Ankündigung haben wir in einer Sondersitzung des Vorstandes vom 26.11.2019 nochmals die Arbeitsergebnisse des AK 2019+ diskutiert, da nach dem intensiven Jubiläumsjahr nunmehr eine Umsetzung angegangen werden soll, sich aber mittlerweile einige Rahmenbedingungen verändert haben. Lassen Sie mich zu Beginn einige Fakten zur Historie des AK 2019+ benennen:

  • Der AK 2019+ wurde im Jahre 2016 ins Leben gerufen. Er bestand zum Tage der ersten Sitzung aus unseren Mitgliedern Beatrix Brinskelle, Prof. Dr. Wolfgang Koch, Claudia Luthen und Kristina Miltz. Prof. Koch ist nach einiger Zeit aus persönlichen Gründen ausgeschieden. Der AK sollte dem Vorstand eine Zuarbeit geben mit dem Ziel Wege zu finden wie ein denkbarer Wechsel im Vorsitz des Musikvereins organisiert werden kann und welche Zukunftsaufgaben auf den Musikverein warten. Auch sollten Vorschläge für eine Struktur dieser Zukunftsaufgaben erarbeitet werden.
  • In Erfüllung dieser Ziele legte der AK dem Vorstand im Juli 2018 auftragsgemäß ein Konzeptionspapier vor, welches dieser Diskutierte und an den Chor in groben Zügen kommunizierte.
  • Neben vielen Anregungen war die organisatorische Trennung von Musikverein und SingPause ein wesentlicher Punkt in den Arbeitsergebnissen.
  • Durch die enormen Belastungen im Jubiläumsjahr, durch die Kündigung von Frau Rossetto in der Mitte des Jahres 2018 und durch die Forderung von Adam Fischer zur Einführung eines Interimsjahres für die Bestellung einer neuen Chorleitung wurden uns, dem Vorstand, viele Dinge erschwert bzw. unmöglich gemacht.
  • So konnten wir uns erst in der Vorstandssitzung vom 23.2.2019 intensiv mit dem Papier beschäftigen, haben in Form eines Beschlusses den Trennungsvorschlag diskutiert und beschlossen, dass wir Musikverein und SingPause organisatorisch trennen werden. Dies bedeutet, dass wir die Automatik „Musikvereinsvorsitz = Projektmanager SingPause“ aufheben und diese Aufgaben trennen werden.
  • Dieser Beschluss machte es möglich, dass bei Niederlegung des Amtes als Vorsitzenden durch mich im Jahre 2020 der Weg für einen Vorsitzenden frei wurde, der nicht auch noch die Aufgabe „SingPause“ bewältigen muss.
  • Für diesen Weg haben wir, noch vor der Mitgliederversammlung 2019, mit Herrn Stefan Schwartze eine Lösung gefunden, die ich sowohl in zwei Proben, in dieser Mitgliederversammlung und in einem Rundschreiben vom 14.5.2019 (siehe Flammneues) detailliert allen Mitgliedern (elektronisch und per Post) dargestellt habe. Bei den Vorstellungen einer solchen Lösung gab es eine breite Zustimmung im Chor und nach meinem Eindruck eine große Zufriedenheit, dass ein Weg für meinen Abschied als Vorsitzender gefunden wurde. Ich erklärte, dass ich natürlich einem neuen Vorsitzenden weiterhin hilfreich zur Seite stehe und die SingPause im Auftrag des Vorstandes weiter betreuen werde, wie Frau Rossetto dies auch auf der künstlerischen Seite in der SingPause durchführt.

Auf der Basis dieser Ausgangslage haben wir nun in der letzten Vorstandssitzung das Konzeptpapier intensiv beraten und sind zu der Überzeugung gekommen, dass wir die dort dargestellten vielen Zukunftsüberlegungen, mangels verantwortlicher neuer künstlerischen Leitung, nur in den Punkten bearbeiten können, die sich mit der Mitgliederwerbung, Probenorganisation und denkbaren Kooperationen befassen. So haben wir im Vorstand beschlossen, diese Arbeit zusammen mit allen Chormitgliedern anzugehen. Hierzu wollen wir drei Arbeitsgruppen gründen. Der Auszug aus dem Protokoll der Vorstandssitzung zu diesen Überlegungen sieht wie folgt aus:

„Top 3 - AK 2019+

Der Vorstand diskutiert intensiv das Konzeptpapier und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten und Konsequenzen. Die Frage der organisatorischen Aufstellung des Musikvereins wurde zurückgestellt, bis weitere inhaltliche Fragen geklärt sind. Der Vorstand beschließt, dass zur Klärung themenspezifische Arbeitsgruppen gebildet werden, die sich aus aktiven Mitgliedern zusammensetzen. Diese sollen im ersten Quartal 2020 konkrete Leitfragen bearbeiten. Die Arbeitsgruppen mit den jeweiligen Leitfragen sind:

Arbeitsgruppe-1: Werbung neuer Mitglieder

  • Welche Zielgruppen wollen wir ansprechen?
  • Welche Medien sind dazu geeignet?
  • Welche sonstigen Maßnahmen sind notwendig?
  • Welche Voraussetzungen sind dazu erforderlich?

Arbeitsgruppe-2: Probeneffektivität

  • Wieviel Zeit sollte ein musikalisch durchschnittliches Chormitglied für die reguläre Probenarbeit vorsehen (bei ca. 5-6 größeren/anspruchsvollen Konzerten p.a.)?
  • Wie kann die Vorbereitung und Begleitung der Probenarbeit effektiver gestaltet werden?
  • Wie lässt sich die zeitliche Belastung der Chormitglieder reduzieren?
  • Welche Rahmenbedingungen und Voraussetzungen sind dazu erforderlich?

Arbeitsgruppe-3: Kooperationen und externe Engagements

  • Welche Kooperationen sind für den Musikverein sinnvoll?
  • Inwieweit können sie den Vereinszweck des Musikvereins unterstützen und befördern?
  • Welche externen Engagements wollen wir als Musikverein anstreben?
  • Wie können wir diese organisieren und vorbereiten?“

Nun hoffe ich auf rege Teilnahme und bitte darum, dass sich aktive Mitglieder, die mitarbeiten wollen, bei unserem Schriftführer Herrn Stefan Schwartze zeitnah melden. Dies entweder schriftlich oder über persönlichen Kontakt bei den Proben.

An dieser Stelle danke ich, auch im Namen des Vorstandes und sicher auch im Namen aller Mitglieder des Musikvereins, den Mitgliedern des AK 2019+, Frau Beatrix Brinskelle, Frau Claudia Luthen und Frau Kristina Miltz für das für den Musikverein sehr wertvolle Arbeitsergebnis des AK. Das große Potential dieser Arbeit werden wir so nach und nach ausschöpfen können.

Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen eine gute Adventszeit, ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins neue Jahr 2020, welches für uns alle viele Veränderungen, aber auch spannende neue Wege bereithält.

Mit besten Grüßen bin ich

Ihr

(Manfred Hill) - -Vorsitzender-

am 30.11.2019"

Bild: Stefan Schwarze, neuer Vorsitzender seit dem 26.6.2020

 

01
November
2019
Klopfgeist und Schumann-Duft – Zwei Tonhalle-Dramaturgen auf Zeitreise

In einem Blog stellte die Tonhalle Düsseldorf einen Beitrag ins Netz, die der Autor dieser Chronik hier festhalten möchte. Die erste Dramaturgin Elisabeth von Leliwa und der heutige Dramaturg Dr. Uwe Sommer-Sorgente führen ein Zwiegespräch über einige Jahrzehnte Tonhallen-Geschichte. Diese spannende Entwicklung habe ich als Autor dieser Chronik hautnah miterlebt und diese Zeit ist auch sehr intensiv mit dem Städtischen Musikverein verbunden. Aus diesem Grunde möchte ich ein solch wichtiges Zeitdokument an dieser Stelle festhalten:

Elisabeth von Leliwa war von März 1987 bis März 2012 Dramaturgin an der Tonhalle, ihr Nachfolger Uwe Sommer-Sorgente ist seit November 2012 am Haus. Die beiden haben sich getroffen, um anlässlich des 500. Abo-Programms der Düsseldorfer Symphoniker in der (neuen) Tonhalle die vergangenen Jahrzehnte ganz subjektiv Revue passieren zu lassen: Was hat sich geändert seit 1978, was hat Bestand? Welche Künstlerpersönlichkeiten sind in Erinnerung geblieben, welche Konzert-Highlights?

Uwe Sommer-Sorgente: Wenn Du auf Deine Anfangsjahre an der Tonhalle zurückblickst, auf die damalige Struktur des Hauses und die Konzertreihen – was sind für Dich die größten Unterschiede zu heute?

Elisabeth von Leliwa: Bevor ich an die Tonhalle kam, gab es überhaupt keine Dramaturgenstelle. Bernhard Klee hatte auch keinen Intendanten oder Ähnliches. Er war Generalmusikdirektor und hat mit einer Sekretärin und einem Orchesterdirektor den Laden geschmissen. Da gab es dann 12 Symphoniekonzerte, sechs Sonderkonzerte, acht Kammerkonzerte – und aus die Maus.

USS: Gab es auch damals schon Gastveranstaltungen jenseits der hehren Klassik?

EvL: Dass sich auch Leute in die Tonhalle eingemietet haben, war schon immer und von Anfang an das Geschäftsmodell. Als ich kam, waren die Verwaltungen noch getrennt. Die Tonhallen-Verwaltung war eine gefühlte Einheit für sich, die mit ihrem Mietgeschäft die schwarzen Zahlen einfuhr – und wir mit der künstlerischen Abteilung fuhren die roten. So ist das halt.

USS: Das mit rot und schwarz hat sich graduell vielleicht ein bisschen verändert, aber nicht grundsätzlich. Du gehst ja auch heute noch in die Sternzeichen. Vergleiche da doch mal früher und heute.

EvL: Was sich für mich wirklich verändert hat: Das Orchester ist bunter geworden, in vielerlei Hinsicht. Es ist vom Generationenmix her jünger geworden. Als ich anfing, saßen da viele eher altehrwürdige Herren. Es war sehr männerlastig. Das hat sich dann aber aufgrund einer sich ändernden Gesellschaft und einer anderen Studierendenstruktur relativ schnell geändert. Wenn ich jetzt aufs Podium schaue, freut mich das einfach, wie bunt das Orchester ist: an Charakteren, Köpfen, Haarfarben, Gesichtern, Hautfarben.

USS: Hat sich auch die Spielweise geändert?

EvL: Das ist schwer zu beurteilen. Aber dass das Orchester ab 2005 in einer richtig guten Akustik spielen durfte, hat ihm definitiv einen Schub gegeben und einer stetigen Entwicklung Vorschub geleistet. Man muss ja auch bedenken: Welcher Musiker bewirbt sich bei einem bestimmten Orchester oder nicht?

USS: Sind wegen der schlechten Akustik vor 2005 viele Dirigenten auch einfach nicht gekommen?

EvL: Ja, es sind viele Dirigenten nicht gekommen oder auch im Zorn gegangen. Zum Beispiel ein David Shallon, der sich regelrecht wundgerieben hat an dem Thema. Ich weiß noch, wie ich in der allerersten Probe für das Eröffnungskonzert nach dem Umbau 2005 saß. Im „Staubnebel“, muss man eigentlich sagen: Der Saal war gerade so fertig, dass man ihn bespielen konnte, aber er hatte so einen speziellen Geruch, diesen leichten Nebel, gelegentlich heraushängende Kabel – also den Charme des nicht ganz Fertigen. John Fiore begann die Probe mit Strauss, Heldenleben. Die spielten noch keine Minute, da hatte ich Wasser in den Augen. Und ich bin keine, die schnell im Konzert heult – und schon gar nicht in einer Probe! „Die spielten noch keine Minute, da hatte ich Wasser in den Augen.

USS: Es war bestimmt auch die Trauer darüber, was möglich gewesen wäre, wenn man den Umbau früher gemacht hätte ...

EvL: Die Trauer – aber vor allem das Glück. Ich weiß noch: Nach dem Eröffnungskonzert kam unser damals schon pensionierter Solo-Fagottist Fritz Essmann auf mich zugeschossen und sagte: „Frau von Leliwa, darf ich mit meiner Wurzel kommen und hier einfach nur noch einmal spielen?“ Dieses Emotionale! Du hast in die Gesichter geschaut und merktest: Mit den Leuten passiert etwas. Fiore musste auch abklopfen und sagte: „Ich muss mich jetzt erst mal fassen.“ Das sagt eigentlich schon alles darüber, wie es vorher war. Es war trocken, es gab den Klopfgeist …

USS: Das hat doch sicher das ganze Klima im Haus positiv beeinflusst. Oder war es nur wie ein Feuerwerkskörper, der schnell wieder verglüht?

EvL: Nein, es war ein unbedingt nachhaltiges Ereignis. Es war sicher nicht hinterher alles gut, aber ich glaube: So ein Aufschwung, wie das Orchester jetzt mit Adam Fischer genommen hat, der wäre ohne diesen Urknall gar nicht möglich gewesen.

USS: Sind dann auch im Vermietungsgeschäft über Heinersdorff andere Orchester gekommen, als sie von der neuen Akustik wussten?

EvL: Ja, er hat dann auch einige von den ganz großen amerikanischen Orchestern geholt, die sich ebenfalls sehr positiv geäußert haben. Auch die Optik wurde von allen gerade in den ersten zwei, drei Jahren, als das für viele Gastkünstler noch neu war, unheimlich gelobt – dieser Aha-Effekt, unter dem Sternenhimmel zu spielen. Ein Saal, der schön aussieht und schön klingt, der klingt noch mal schöner als ein Saal, der nur schön klingt. Das ist einfach so.

USS: Die bauliche Veränderung hat also sehr viel Schönes ausgelöst. Wie ist es denn mit dem Künstlerischen? Haben die Programme im Laufe der Jahre eine andere Wendung genommen? Oder ist das Strickmuster noch ähnlich?

EvL: Die haben sich immer verändert. Die Strickmuster sind überhaupt nicht ähnlich. Da hat man immer die Persönlichkeiten der jeweiligen Chefdirigenten, GMDs und Intendanten sehr stark gefühlt.

USS: Und der Dramaturgin möglicherweise...

EvL: Ja, der Dramaturgin möglicherweise auch. (lacht) Wobei man sagen muss, dass ein Chefdirigent und GMD bei den Düsseldorfer Symphonikern schon das „Recht der ersten Geburt“ hatte. Die kommen ja auch mit einem Elan, wenn sie frisch eine GMD-Stelle antreten. Sie stürzen sich natürlich oft auf Repertoire-Stücke, die sie jetzt endlich mal machen dürfen. Als sie noch Kapell­meister waren, hat’s ja immer der Chef gemacht. Aber es sind auch unterschied­liche Temperamente. Nehmen wir zum Beispiel Bernhard Klee. Wenn man die Programmhefte durchschaut, sieht man, dass da jemand eine sehr klare dramaturgische Linie hatte: die deutsche Musikästhetik von Adorno etc., die Linie der ersten und Zweiten Wiener Schule ...

USS: Klee hat den Saal 1978 mit Wolfgang Fortner eröffnet – das war schon mal eine Setzung. Für die er auch mächtig Kritik einstecken musste.

EvL: Genau. Klee hat damals mit viel Musik aus dem 20. Jahrhundert begonnen, die sehr sperrig war – die Zweite Wiener Schule und deren Umfeld –, das hat er immer gut eingestreut. Dann auch die französische Moderne – Debussy, Ravel, Messiaen ...

USS: Was dann ja auch von Mas Conde sehr gepflegt worden ist …

EvL: Ja, genau: das ganze romanische Repertoire. Und als Shallon dann kam, sagte der: „Hier ist ja überhaupt kein Britten, Elgar, Bernstein gespielt worden!“ Dann habe ich gesagt: „Klar, sieh dir den bisherigen Chefdirigenten an – das war nicht seine Musik!“ Und Shallon hat dann den ganzen Bernstein orchestral gemacht. Und die klassische Moderne, etwa Hindemith. Er hat die britische Musik mit hineingebracht. Aber auch Dutilleux, der bis dahin auch nicht gespielt worden war. Shallon kam wirklich und sagte: „Mensch, ich guck mal, was ist denn hier alles nicht gemacht worden – genau das will ich jetzt machen.“ Die Programme wurden dann oft als sehr bunt bezeichnet – das waren sie auch. Es waren nicht mehr diese dramaturgisch durchdachten Programme. Aber für das Publikum ist das oft nicht schlecht.

„Hier ist ja überhaupt kein Britten, Elgar, Bernstein gespielt worden!“

USS: Dieses Bunte passt sicher auch zum gegenwärtigen Zeitgeist. Wobei wir auch heute gerne „dramaturgisch“ denken, wie etwa 2014, als wir ein Spielzeitmotto und viel Musik rund um den Totalitarismus hatten. Und durch Fischers Haydn-Mahler-Zyklus hatten wir in den letzten Jahren quasi automatisch starke Pfosten im Programm.

EvL: Was damals so ein Pfosten in der zeitgenössischen Musik war, kam vor allem vom Intendanten Peter Girth. In seiner Ära kann man die Symphoniekonzerte überhaupt nicht vom Rest des plötzlich neu aufsprudelnden Spielplans denken. Da gab es neben den Abo-Konzerten auf einmal noch 60 bis 70 zusätzliche Konzerte. Er setzte einen ganz starken zeitgenössischen Akzent. Und in den Symphoniekonzerten hat er in jeder Spielzeit einen wirklich herausragenden Komponisten eingeladen, der auch dirigieren konnte. Davon haben wir in der Shallon-Ära sechs Jahre lang gezehrt.

USS: Das war für Dich sicher eine Zeit mit besonders vielen Highlights.

EvL: Auf jeden Fall. Als Penderecki da war und vor allem Lutosławski, das war eine ganz beeindruckende Person. Es war auch jemand wie Henze eingeladen, der ja nicht selber dirigieren konnte, weil er krank war, aber dann einen Dirigenten mitbrachte und selbst zum Konzert kam. Für mich war auch Peter Maxwell Davies sehr prägend. Der kam dann mehrfach, was für mich persönlich wichtig war, weil sich daraus eine Freundschaft entwickelt hat. Dann war aber mit Mas Conde ein GMD da, der zwar diesen ganzen romanischen Raum geöffnet hat, aber sagte: „Ich kann nur moderne Stücke dirigieren, von denen ich hundert Prozent überzeugt bin und von denen ich weiß, dass ich genug Probenzeit habe.“ Ein Highlight mit ihm war für mich ein Stück von Roberto Gerhard, ein katalanischer Komponist, der auch zwölftönig komponiert hat. Der hat Camus‘ „Pest“ als Oratorium vertont – ein ganz, ganz eindrückliches Stück, das mich damals sehr bewegt hat. Was den Chor aber auch sehr gequält hat, weil es natürlich sehr schwer war. Dazu gibt es eine schöne Anekdote: Die Chorsoprane haben Mas Conde eine kleine Ratte aus Teig – in der „Pest“ spielen ja Ratten eine wichtige Rolle – mit Rosinenäuglein und einem Lakritzschwanz gebacken. Die stand dann die ganze Zeit auf Mas Condes großem Schreibtisch. Immer, wenn wir eine Besprechung hatten, guckte ich auf diese Roberto-Gerhard-La-Peste-Ratte.

USS: Wie ist denn diese Pflege von den großen aktuellen Komponisten, die auch dirigiert haben, beim Publikum angekommen?

EvL: Ich hatte das Gefühl, dass das eigentlich ganz gut ankam.

USS: Wurde das vielleicht einfach nur gut vermittelt?

EvL: Nein, das wurde überhaupt nicht vermittelt! Das waren noch die schönen Post-68er-Zeiten, wo man die Kunst machte, und das Volk versteht es oder nicht. Den Satz habe ich wirklich gehört: „Sie haben es wieder nicht verstanden!“ Das war auch gar nicht böse gemeint, damals hat ein künstlerischer Leiter das in tiefer Verzweiflung gesagt. Nun, Vermittlung – da gab es vielleicht mal ein Gespräch. Aber so, wie man das seit etwa Ende der 90er-Jahre immer selbstverständlicher macht, war das damals gar nicht. Man verstand sich schon als Kunsttempel – und mal kam das Publikum, mal nicht. Man muss aber auch einfach sagen: Der Klee hat mit seinen Programmen eine tolle Vorarbeit geleistet, was das Zeitgenössische angeht. Man merkte zwar, dass es dann nicht so voll war wie bei einer Beethoven 9, aber wir haben auch nicht bei Lutosławski plötzlich nur mit 300 Leuten dagesessen, weil niemand zum Abokonzert gekommen wäre.

USS: Heißt das, dass Du in Deiner Arbeit noch nicht so in den Zwiespalt gekommen bist, einerseits tolle Kunst machen zu wollen, sie andererseits aber auch verkaufen zu müssen? Da sind wir als Dramaturgen ja oft dazwischen, was nicht immer ganz einfach ist.

EvL: Ich weigere mich dagegen, dass das ein Zwiespalt ist. Dazu hat der Komponist Oskar Gottlieb Blarr einmal etwas Schönes gesagt. Ich glaube, da haben wir zusammen in der Probe zu Tschaikowskys erstem Klavierkonzert gesessen. „Diese ganz berühmten Stücke sind nicht umsonst so berühmt“, sagte Blarr. „Die haben nämlich eine Qualität, und zwar eine sehr hohe.“ Das heißt: Man braucht sich auch nicht zu schämen, wenn man mal ein bekanntes Stück vermitteln muss. Und sehr oft ist es da ja gerade wiederum die Herausforderung, dass man den Leuten zeigt: Da ist noch viel mehr drin als ihr glaubt zu kennen. Weil diese Stücke eben eine unglaubliche Tiefe haben.

USS: Den Begriff des Marketings gab es damals ja noch gar nicht.

EvL: Nein, das fing erst mit der Intendantin Vera von Hazebrouck an, als wir begannen, in einem Team zu planen. Sie hat versucht, die Runden regelmäßig groß zu machen. Es ist ja zum Beispiel auch sehr wichtig zu hören, was ein Foyerteam zu erzählen hat. Da sollte man sehr genau zuhören. Die sind wirklich am Puls.

USS: Wie auch das Kassenpersonal.

EvL: Ja, gerade an der Kasse erlebt man die Leute, die dann vielleicht nicht mehr kommen. Als Dramaturg oder in den Publikumsgesprächen ist man ja meist mit denen zusammen, die eh schon überzeugt sind. Der Grafiker Uwe van Afferden sagte mal: „Nicht immer die Leute erreichen, die sowieso schon katholisch sind!“ Dieses Zuhören nach draußen haben wir damals eingeführt, unter einer Intendantin, die extrem Marketing-orientiert war, die aber auch eine ganz große Leidenschaft für Musik hatte und nie etwas anderes hätte verkaufen wollen. Da habe ich sehr viel gelernt. Das war für mich ein großer Schub weg von dem früheren „Na, sie verstehen es wieder nicht“.

USS: Hat sich das Publikum über die Jahre verändert?

EvL: Eine ganz schwierige Frage. Das ist etwas, das man eigentlich statistisch sauber erheben müsste. Meine gefühlte Wahrheit wäre, dass sich das Publikum ein kleines bisschen verjüngt hat in bestimmten Bereichen. Aber dass natürlich für ein bestimmtes Klassik-Repertoire das Publikum schon seit jeher ein bisschen älter war. Ich habe in meinen Dramaturgenzeiten immer gerne in der Vermittlung ein Bild des französischen Malers Honoré Daumier aus dem 19. Jahrhundert gezeigt: Leute in einem Pariser Konzert, alles älte­re Menschen.

USS: Ich habe das Gefühl, dass sich das Publikum wenig verändert hat. Im Vergleich zu allem anderen. Auf der Bühne hat sich mehr verändert als im Saal.

EvL: Das sehe ich auch so. Aber womit arbeiten wir denn auch? Mit einer Bevölkerungspyramide in einer überalterten und immer älter werdenden Gesellschaft. Und jetzt nehmen wir doch mal junge Familien, wie die Leute sich da abstrampeln. Da gehe ich dann doch nicht noch abends ins Konzert und brauche bis 11 Uhr abends, bis ich zu Hause bin, und hole um 6 Uhr morgens wieder meine Kinder aus dem Bett ...

USS: Wir machen natürlich viel mehr Vermittlungsangebote als früher, bieten auch mehr an für bestimmte Zielgruppen. So federn wir das ein bisschen ab.

„Das Konzertpublikum stirbt nicht aus!“

EvL: Man sollte aber auch das Publikum so nehmen, wie es ist, finde ich. Junges Publikum ist ja jetzt nicht besser als älteres Publikum. Und: In den späten 80er-, frühen 90er-Jahren waren doch die Schlagzeilen: „Das Konzertpublikum stirbt aus!“ Und das tut es ja eben gar nicht. Das heißt, die Vermittlung hat funktioniert. Weil die Leute, die damals 20 oder 30 waren und ein paar Mal gekommen sind, jetzt nämlich häufiger kommen – wenn sie vielleicht in Rente sind oder die Kinder aus dem Haus.

USS: Das sind aber auch diese typischen deutschen Teufel, die an die Wand gemalt werden.

EvL: Ganz genau. Und erinnern wir uns doch an diese Untersuchungen vom Ende der 2000er-Jahre, wo gezeigt wurde, dass eine Steigerung der Konzertzahlen erfolgt ist, aber dass der Hauptteil des Publikums plus 50 oder plus 60 ist. Das heißt: Dieses Publikum hat nach mehr Konzerten verlangt.

USS: Und noch immer gehen mehr ins Konzert als in die Stadien.

EvL: Richtig. Und sowas wie Kinderkonzerte oder Jugendprogramme, die macht man auch nicht dafür, dass die jungen Menschen später wiederkommen, son­dern dafür, dass sie jetzt da sind. Das ist auch ein neues Denken in puncto Dienstleistung. Dass ich einfach schaue: Es gibt eine große Stadtgesellschaft – was mache ich für bestimmte Leute?

USS: Noch mal zurück zu Deiner Geschichte: Was waren denn sonst noch deine Highlights in den Sternzeichen?

EvL: Da gibt es einiges… Ich habe mich in Vorbereitung auf unser Gespräch länger damit beschäftigt. Das war eine schöne, sehr persönliche Zeitreise. Was mich am Ende dann sehr überrascht hat: Diese großen oratorischen Sachen sind irgendwie als besondere Ereignisse hängengeblieben. Das liegt zum einen an den Künstlerpersönlichkeiten, die einen bei solchen Projekten besuchen. Zum anderen gab es aber auch etwas, das dann weitergearbeitet hat in mir selbst. Das war zum Beispiel bei Shallon der Fall, der ein großer Berlioz-Fan war, was ich überhaupt nicht bin. Der hat die „Symphonie fantastique“ mit „Lélio“, dem Folgestück, kombiniert. Das war noch in der alten Akustik der Tonhalle, wo Paul-Émile Deiber, ein französischer Schauspieler alter Schule, der von der Comédie française kam, sich auf den Paukenplatz stellte und den Text des „Lélio“ ohne Mikrofon so rezitierte, dass man ihn noch in der letzten Reihe hören konnte. Und dazu diese Musik – das war damals ein Riesenerlebnis. Ein echtes Highlight war auch Schumanns „Manfred“, von Johannes Deutsch inszeniert, mit Johann von Bülow und Andrey Boreyko. Wo von Bülow als „Manfred“ in einer Kugel in der Kuppel über den Zuhörern schwebte. Und das alles in der neuen Tonhalle. Gerade in Düsseldorf dieses verkannte Schumann-Stück neu zu fassen, von dem ich bis dahin immer dachte, naja, da hat sich Schumann irgendwie vergaloppiert …

USS: Hängt für dich eigentlich so ein Schumann-Duft in der Halle?

EvL: Ja, es wird schon viel Schumann-Pflege betrieben, natürlich auch im Rahmen der Schumannfeste. Mas Conde ist mir gerade mit Schumann in Erinnerung. Zum Beispiel ein ganz normales Abo-Konzert, wo für mich immer noch so eine Schumann 2 herausleuchtet, die irgendwie besonders war. Oder auch dieses schöne Schumann-Jahr 2010, was Michael Becker damals zu meiner großen Arbeit, aber auch zu meinem großen Vergnügen gemacht hat – den ganzen Schumann, was wir fast geschafft haben, bis auf ein paar versprengte Chorsachen. Ja, es hängt ein Schumann-Duft in der Luft. Der auch für viele Highlights gesorgt hat. „Es hängt ein Schumann-Duft in der Luft.“

USS: Wo haben die Düsseldorfer Symphoniker in Deinen Jahren ihre besondere Klasse gezeigt?

EvL: Das Orchester war schon immer, auch in der schlechten Akustik, ein tolles Orchester für Spätromantik und klassische Moderne. Strauss und Schostakowitsch, das waren oft herausragende Highlights, auch mit Gastdirigenten. 1995 hat Nikolaus Trieb mehr oder weni­ger als sein Einstandskonzert das 2. Cellokonzert von Schostakowitsch gespielt. Das war für mich ein ganz, ganz eindrückliches Schostakowitsch-Initiationserlebnis. Und Carl St. Clair hat die Fünfte dirigiert, da hat Ruth Legelli wunderbar das Flötensolo gespielt.

USS: Und Mahler?

EvL: Da gab es einen sehr schönen Staffelwechsel zwischen Klee und Shallon: Klee hörte mit der Auferstehungssymphonie auf – was ich ganz schön finde, wenn man mit einem so positiven Stück aufhört –, und Shallon sagte: „Dann fange ich mit Mahler 3 an!“ Der hat das bewusst gemacht.

USS: Und stilistisch wahrscheinlich ziemlich anders, oder?

EvL: Ja, natürlich! Shallon hatte ein unglaubliches Temperament. Er war ja auch Assistent von Bernstein. Hier war seine erste große Chefstelle. Er musste, glaube ich, auch für sich selber noch diesen Sprung von jungem Feuer zu einem deutschen TVK-Orchester schaffen.

USS: Für mich waren in den zurückliegenden Jahren auch vor allem die Konzerte mit spätromantischem Repertoire unter einigen Dirigenten die Sternstunden – Inbal zum Beispiel, Asher Fisch, Alexandre Bloch. Und dann natürlich, als Adam Fischer kam, der Mahler-Zyklus. Aber eigentlich noch mehr als Initialzündung der Haydn. Es war eine Offenbarung, als Fischer das erste Mal einen Haydn gemacht hat und aus diesem Orchester, das bis dahin einen eher uncharismatischen Haydn gespielt hatte, wirklich Unglaubliches rausgeholt hat. Es war wie eine Frischzellenkur, alle saßen auf der Stuhlkante und haben diese Musik zum Glühen gebracht, zum Tanzen und zum Lachen. Und das hat sich gehalten, das war keine Eintagsfliege. Das hat ausgestrahlt auch auf andere Komponisten, andere Musiken.

EvL: Das ist vielleicht die beste Schule, für ein Orchester – und für die Zuhörenden. Ich halte Haydn für den unterschätztesten großen Meister.

USS: Absolut. Für mich war es ein tolles Erlebnis, dass das Orchester, das ja auch eine amorphe, träge Masse sein kann, auf einmal so in Bewegung gerät. Und das hat Adam Fischer geschafft, das haben aber auch die Musiker selber geschafft – das liegt nicht nur am Dirigenten. Da ist auch eine große Offenheit.

EvL: Ja, das muss man auch wollen.

USS: Das hängt vielleicht auch wieder mit der Buntheit des Orchesters zusammen.

EvL: Mit Sicherheit auch mit den Erfahrungen. Man darf ja nicht vergessen, dass jüngere Musiker, die jetzt ins Orchester kommen, in ihrem Studium von historischer Aufführungspraxis zumindest auch mal gehört haben.

USS: Oder es kommt ein Bassam Mussad, der beim West-Eastern Divan Orchestra spielt und einen ganz anderen Approach zur Musik mitbringt.

EvL: Natürlich kommen da andere Musiziertraditionen hinein, die es früher gar nicht gab. Die Kolleginnen und Kollegen, die 40 oder 50 Jahre alt waren, als ich ins Orchester kam, die hätten gar nicht die Chance zu einer solchen Offenheit haben können.

USS: Oder nehmen wir unseren Konzertmeister Dragos Manza, der initiiert hat, mit den DüSy Mendelssohns Streichersymphonien „historisch informiert“ zu machen. Da ist viel Engagement.

EvL: Solche Initiativen gab es immer schon. Ich erinnere mich an den mittlerweile verstorbenen Cellisten der Symphoniker, Alfred Lessing, der war einer der Pioniere des historischen Instrumentenbaus und der Alten Musik in Deutschland. Aber das war natürlich streng getrennt vom Orchesterspiel. Und Lessing war dann sehr froh, als jemand wie Peter Girth kam, der ihm eine Spielwiese für seine Sachen gab. Girth hat auch – das war in seiner ersten eigenen Spielzeit – einen Haydn-Kammermusik-Zyklus gemacht. Da schließt sich vielleicht der Kreis, und man sieht, wie visionär der Girth war. Der Zyklus war eine meiner ersten dramatur­gischen Aufgaben, da durfte ich auch Vorschläge machen: „Machen Sie mal, Leli!“ Das hat super viel Spaß gemacht, schon wegen der großen Bandbreite an Kammermusik, von der das meiste ziemlich unbekannt war. Damals einen Haydn-Zyklus zu machen – das ist schon eine Ansage!

USS: Für mich war auch Bernsteins „Mass“ ein wirklicher Höhepunkt. Zu merken, dass man es schafft, in einem Haus, das eigentlich gar nicht dafür gebaut ist, so ein Spektakel erfolgreich auf die Bühne zu bringen. Natürlich mit viel kräftezehrender Arbeit in jeglicher, auch ökonomischer Hinsicht. Die Aufführung wurde zu einem Fest, viele hatten Gänsehaut, es ist auf der Bühne und im Publikum ein echter Flow entstanden.

EvL: Das ist das Schönste an unserer Arbeit: Das Zusammenwirken an einem Gesamtkunstwerk, das dem Publikum, den Mitwirkenden und dem Team ganz besondere Erlebnisse beschert

Dokumentation: Marita Ingenhoven-Tonhalle Düsseldorf im November 2019

2018
30
Dezember
2018
30
Dezember
2018
200 Jahre Musikverein: Zusammenfassung des kompletten Programms im Jubiläumsjahr

Grund zum Jubeln!  - Grund zum Feiern!

Schirmherr: Oberbürgermeister Thomas Geisel

Veranstaltungskalender 2017/2018 (Stand: 30. Dezember 2018)

Zum Ende des Jubiläumsjahres geben wir an dieser Stelle einen Überblick über das komplette Jubiläumsprogramm:

Neben den großen Konzerten, die zum Teil auch CD-Produktionen sind, werden wir unseren  außergewöhnlichen Geburtstag auch mit vielen Aktionen in 2017 und 2018 feiern. Mit großer Unterstützung durch das Kulturamt und einiger Kulturinstitutionen der Landeshauptstadt Düsseldorf sind viele Aktionen und Programmpunkte durchgeführt worden:

Am 3. + 4. 11. 2017 im Heinrich-Heine-Institut mit dem Schwerpunkt Museum im Schumann-Haus und „Musik vereint“. Veranstalter: Heinrich-Heine-Institut in Kooperation mit dem Städtischen Musikverein.

Am 4. 11. 2017 zum Gedenken an Mendelssohns Todestag - Ehrung und Kranzniederlegung an seinem einem Düsseldorfer Denkmal.

Am 18. + 19.1. 2018 im Heinrich-Heine-Institut Work-Shop mit dem Schwerpunkt „Musik vereint – 200 Jahre Musikverein“. Veranstalter: Heinrich-Heine-Institut in Kooperation mit dem Städtischen Musikverein.

Am 30. 1. 2018-20.00 Uhr: Musikbücherei Berta-von-Suttner-Platz - "Musik im Gespräch" - Gespräch Prof. Dr. Hartwig Frankenberg mit Manfred Hill. Veranstalter: Musikbücherei Düsseldorf

Am 3. 2. 2018-12.00 Uhr: Mendelssohns 209. Geburtstag - Ehrung und Kranzniederlegung an seinem Düsseldorfer Denkmal. Veranstalter: Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818.

Am 3.2.2018-15.00 Uhr: Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf - Mendelssohns 209. Geburtstag -  Festakt zur Vorstellung eines unbekannten und noch nicht gedruckten Briefes von Felix Mendelssohn Bartholdy zum Musikfest 1835 in Düsseldorf. Dieser Brief ist eine Schenkung. Begrüßung und Einführung: Dr. Sabine Brenner-Wilczek, Musik und Rezitation: Tobias Koch, Präsentation des Briefes: Christian Liedtke M.A.. Veranstalter: Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf in Kooperation mit dem Städtischen Musikverein.

Am 12.2.2018-12.00 bis 15.00 Uhr: Rosenmontagszug in Düsseldorf. Der Wagen 58 von Düsseldorf-Marketing und Tourismus, gestaltet von Jacques Tilly, ist der Musik gewidmet: Düsseldorf ist ganz Ohr – 200 Jahre Musikverein zu Düsseldorf.

Am 3. 3. 2018-18.00 Uhr: Eröffnungsabend zum "Tag der Archive" mit Oberbürgermeister Thomas Geisel. Joseph Kreutzer: Fantasie für Sopran u. Klavier.  Carolina Rüegg, Sopran, Rie Sakai, Klavier, Einführung zum Musikvortrag: Udo Kasprowicz. Einführung Vereinsarchive: Georg Lauer. Hetjens-Museum-Schulstraße. Veranstalter: Tag der Archive Düsseldorf

Am 6.3.2018-19.00 Uhr: Tag der Archive 2018 - "200 Jahre Musikverein - Zurück in die Zukunft". Veranstaltung im Lesesaal des Heinrich-Heine-Instituts, Bilker Str.. Gemeinsame Veranstaltung der Düsseldorfer Archive mit Dr. Martin Schlemmer, der das digitale Archiv des Musikvereins vorstellt, danach stellt Manfred Hill das DIC (DigitaleInfoCenter) des Musikvereins zum ersten Male der Öffentlichkeit vor.

Am 21. 3. 2018-19.30 Uhr: Mittwochs in Schumanns Salon, Bilker Str. 15 - Vortrag von Dr. Gerd Nauhaus zu "Der Rose Pilgerfahrt". »Die Frühlingslüfte bringen den Liebesgruss der Welt« – Schumanns „Kleines“ Oratorium für Düsseldorf. Vortrag mit Musikbeispielen zu Robert Schumanns „Der Rose Pilgerfahrt“ (op. 112). Veranstalter: Robert-Schumann-Gesellschaft Düsseldorf in Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Institut und dem Städtischen Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818.

Am 27. 3. 2018-20.00 Uhr: Henkel-Saal, Ratinger Straße. Im Rahmen des Heimatabends der Düsseldorfer Jonges – Vortrag  des Musikvereins-Medienreferenten Georg Lauer, Thema: "Bürger für Bürger - die Anfänge der Musikkultur der Bürgerschaft". Dank an die Düsseldorfer Jonges für die Unterstützung zum 200. Jubiläum. Veranstalter: Düsseldorfer Jonges

Am 20. 4. 2018 - 20.00 Uhr: Festkonzert zum 200sten Jubiläum des Musikvereins - Schirmherr: Oberbürgermeister Thomas Geisel - Tonhalle Düsseldorf. Veranstalter: Tonhalle Düsseldorf.

  • Mendelssohn Bartholdy: Paulus. Oratorium in zwei Teilen nach Worten der Heiligen Schrift op. 36
  • Miriam Feuersinger, Sopran - Kimberley Boettger-Soller, Alt - Maximilian Schmitt,Tenor - Michael Nagy, Bariton
  • Düsseldorfer Symphoniker
  • Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf (Einstudierung: Marieddy Rossetto)
    Axel Kober, Dirigent

Am 20. 4. 2018 - 19.00 Uhr: Im Rahmen des Festaktes vor dem "Paulus"-Konzert - Vorstellung einer Eigenproduktion des Städtischen Musikvereins zum 200. Jubiläum. Titel: "MusikVerein(t)! - Der Musikverein an der Schwelle zu seinem dritten Jahrhundert!" Redaktion: Georg Lauer (Redaktionsleitung), Udo Kasprowicz, Karl-Hans Möller, Prof. Dr. Wolfgang Koch, Erich Gelf. Herausgeber: Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818.

Ab dem 20. 4. 2018 im VIP-Raum der Tonhalle Düsseldorf: Wir werden unser DIC (DigitalesInfoCenter) vorstellen und eine Ausstellung zum Schallarchiv des Musikvereins eröffnen. Mit dem DIC werden wir nicht nur das Schallarchiv mit mehr als 230 CDs und mehr als 4.000 Tracks hörbar machen, sondern auch tiefe digitale Einblicke in unsere einzigartigen Archivmaterialien geben. Der Betrachter kann hunderte von Konzert-Chronik-Tafeln mit Kommentaren von weltberühmten Dirigenten und Solisten betrachten, kann viele digitalisierte Programmhefte einsehen, kann alle in unserem Besitz befindlichen Mendelssohn-Briefe im Original ansehen und in der Übersetzung nachlesen, findet Informationen zu unserer Geschichte, kann mit Suchfunktion in unserer mehr als 1000seitigen Musikvereins- und Stadt-Geschichte stöbern und tief in die Ereignisse der musikalischen Welt Düsseldorfs in den letzten vierhundert Jahren einsteigen. Veranstalter: Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818 in Kooperation mit der Tonhalle Düsseldorf

Ab dem  7. 5. 2018 beginnt die Serie der SingPause-Konzerte in der Tonhalle Düsseldorf. Der Städtische Musikverein zu Düsseldorf ist der Träger der SingPause-Düsseldorf. Die Konzerte stehen unter der Überschrift: 200 Jahre Musikverein – 12 Jahre SingPause. An jedem Konzerttag finden zwei Konzerte, um 10.00 Uhr und um 11.30 Uhr, mit jeweils ca. 1.000 Grundschulkindern statt. Die Konzerte sind der große Abschluss eines jeden SingPause-Jahres. Veranstalter: Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818 in Kooperation mit der Tonhalle Düsseldorf.

Unser Jahresmotto MusikVereint wird gerade in unserem Projekt SingPause besonders deutlich. Grundschulkinder lernen in ihrer Klassengemeinschaft Lieder in mehr als 15 Sprachen. Es gibt Grundschulklassen in unserem bunten Land und somit auch im bunten Düsseldorf, in denen sich mehr als 20 Nationen in einer Klasse befinden. Auch wenn es große sprachliche Verständigungschwierigkeiten untereinander gibt kann man doch mit große Freude feststellen, dass das Singen von Liedern gemeinsam in allen Sprachen der Welt geht und sehr schnell funktioniert. Warum? Singen ist die Muttersprache der Welt!

Alle 18 Konzerte sind wie folgt terminiert:

Am 7.5.2018 – 10.00 Uhr und 11.30 Uhr

Am 8. 5. 2018– 10.00 Uhr und 11.30 Uhr

Am 15. 5. 2018– 10.00 Uhr und 11.30 Uhr

Am 7. 6. 2018– 10.00 Uhr und 11.30 Uhr

Am 11. 6. 2018– 10.00 Uhr und 11.30 Uhr

Am 27. 6. 2018  – 10.00 Uhr und 11.30 Uhr

  • Um 11.30 Uhr findet das Gästekonzert mit SingPause-Vorführung im Hentrich-Saal der Tonhalle und Gesprächsempfang im "Grünen Gewölbe" der Tonhalle statt.

Am 28. 6. 2018– 10.00 Uhr und 11.30 Uhr

Am 29. 6. 2018 – 10.00 Uhr und 11.30 Uhr

Am 12. 7. 2018 – 10.00 Uhr und 11.30 Uhr

Am 1. 6. 2018-19.00 Uhr: Vortrag mit Musik im Heinrich-Heine-Institut: ..."ertönt vom Orchester in den Garten hinein ein starker Tusch...." - Abraham Mendelssohns Erlebnisse beim Rheinischen Musikfest. Vortrag: Frau Prof. Dr. Büchter-Römer, am Klavier Nadja Bulatovic. Veranstalter: Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818 in Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf.

Am 3.6.2018Sonntag, 3. JuniVorempfang 14.00 UhrBeginn 14.30 Uhr - Vernissage zur Sonderausstellung „MusikVereint“ (3.Juni 2018 bis 26.August 2018) Palais Wittgenstein, Bilker Straße 7, Sonderausstellung Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12-14, Eintritt frei. Das Heinrich-Heine-Institut präsentiert bis zum 26. August 2018 in Kooperation mit der Robert-Schumann-Gesellschaft, der Robert-Schumann-Hochschule, dem Städtischen Musikverein und dem Stadtarchiv eine Sonderausstellung zur Würdigung der bürgerlichen Musikkultur und deren Historie in Düsseldorf. Diese wurde maßgeblich durch den Städtischen Musikverein zu Düsseldorf geprägt, der 2018 sein 200jähriges Bestehen als Konzertchor feiern wird. Die Sonderschau beleuchtet wichtige Ereignisse und Protagonisten des öffentlichen Musiklebens der Stadt: von den Anfängen und dem Niederrheinischen Musikfest über die Romantische Blütephase mit den bedeutenden Musikdirektoren Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy bis in die heutige Zeit. Ein interaktiv gestalteter Projektraum richtet sich insbesondere an junge Besucher der Sonderschau. Erzählerisch führen die Kinder der Familie Schumann als Figuren durch die Ausstellung, um altersgerechte Zugänge zu schaffen und Musikkultur in lebendiger Weise zu vermitteln. Begrüßung durch die Direktorin des Heinrich-Heine-Instituts Dr. Sabine Brenner-Wilczek, Grußworte durch den Kulturdezernenten der Landeshauptstadt Düsseldorf Hans-Georg Lohe und den Vorsitzenden des Musikvereins Düsseldorf Manfred Hill. Musikalischer Höhepunkt des Begleitprogramms ist ein Auftritt von Kindern der „SingPause Düsseldorf“.

Am 8.6.2018 - 17.00 Uhr: Heinrich-Heine-Institut - Robert Schumann zählt heute zu den bedeutendsten Komponisten der Romantik. Im Jahre 1850 komponierte er beispielsweise die 3. Sinfonie, die sogenannte »Rheinische«. Von 1850 bis 1854 war Robert Schumann städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. Dr. Sabine Brenner-Wilczek führt durch die aktuelle Sonderausstellung »Musik vereint« und erzählt aus dem Leben von Clara und Robert Schumann. Sie zeigt dabei außergewöhnliche und selten der Öffentlichkeit präsentierte Exponate des musikalischen Ehepaars.

Vom 3.6. bis zum 26.8.2018: Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf - Ausstellung zum Thema »MusikVereint«.  In diesem Zusammenhang findet jeweils an einem Mittwoch im Juni 2018 mit einem Clara-Schumann-Schwerpunkt im Zeitgenossenraum des Heine-Instituts ein Vortrag von Dr. Irmgard Knechtges-Obrecht statt. Zum Vortrag gehört eine Serenade im Innenhof des Schumann-Hauses Bilker Straße 15 (Ensemble: N.N.). Die genauen Daten hierzu werden noch in einem separaten Flyer bekanntgegeben (Veranstalter der Ausstellung: Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf - Veranstalter des Vortrages und der Serenade: Robert-Schumann-Gesellschaft Düsseldorf in Kooperation mit dem Städtischen Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818).

Am Samstag, dem 16. Juni 2018 - 15.00 Uhr : Hofkonzert bei Schumanns im Schumannhaus (Innenhof), Bilker Straße 15, Düsseldorf. Werke von Franz Danzi, Robert Schumann, Györgi Ligeti u.a. mit dem Schumann-Bläserquintett (Fabienne Kreuzer, Flöte · Andreas Gosling, Oboe · Elisabeth Maliks, Klarinette · Ku-Hsin Chen, Horn · Alejandro Raussell, Fagott) sowie Tobias Glagau (Tenor). Ständchen und Serenade gehörten fest in die bürgerliche Musikkultur des 19. Jahrhunderts. Ein Stückchen davon ist im malerischen Innenhof des letzten gemeinsamen Wohnhauses von Robert und Clara Schumann in Düsseldorf zu erleben. In Verbindung mit dem Heinrich-Heine-Institut im Rahmen der Kooperation »Heine@Schumann« und dem Städtischen Musikverein Düsseldorf anlässlich des Jubiläumsjahres »Musik Vereint«. Reservierungen / Informationen:  Eintritt 16,– € / erm. 12,– € (Eintritt inkl. Verzehr) Robert-Schumann-Gesellschaft Düsseldorf e.V. - GeschäftsstelleTel.   0049 (0)211 133240

Am 15., 17., 18. 6. 2018:  Haydn: Te Deum Hob. XXIIIc/2 - Debussy: Fantasie für Klavier und Orchester - Dukas: La Péri, Poème dansé - Bruckner: Te Deum - Tonhalle Düsseldorf. Veranstalter: Tonhalle Düsseldorf.

  • Alice Sara Ott, Klavier
  • Anke Krabbe, Sopran - Maria Kataeva, Mezzosopran - Tomasz Zagorski, Tenor - Werner van Mechelen, Bass
  • Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf (Einstudierung: Marieddy Rossetto)
  • Düsseldorfer Symphoniker
  • Mario Venzago, Dirigent

Am 17.6.2018 - 14.00 Uhr – Open-Air-Veranstaltung zum Thema "Musik vereint" auf der Engländerwiese im Nordpark. Musikalisches Picknick. Es treffen sich eine große Anzahl von Kindern der SingPause mit Musikerinnen und Musikern aus den Jugendorchestern der Clara-Schumann-Musikschule und Sängerinnen und Sängern aus verschiedenen Chören des Chorverbandes Düsseldorf zu einem fröhlichen Sing-Nachmittag "Open-Air". Mitsingen ist gewünscht. Verbringen Sie einen fröhlichen Tag im Nordpark bei mitgebrachten Speisen, einem schönen Getränk, hören Sie die Musik und gestalten Sie Ihre Tafelmusik mit allen Akteuren kreativ selbst. Erfreuen Sie sich in den Pausen an den Späßen des Pantomimen NEMO und den Künstlern der Clowns-schools for life e.V. aus Südafrika. Hier das komplette Programm:

SingPause – Ein Projekt des Musikvereins: Kinder der GGS Rolandstraße und Sternwartschule singen: Im Märzen der Bauer /// Tein minä pillin pajupusta ///Wenn der Frühling kommt /// Auf einem Baum ein Kuckuck ///Dieser Kuckuck, der mich neckt /// Lachend kommt der Sommer ///Pack die Badehose ein /// N’gozi ya chui /// Lieber, lieber Sommer///Das Jahreszeiten-Lied /// Dracula-Rock /// Rheinstadt. Leitung: Marieddy Rossetto

UHU-Orchester und Juniorblasorchester der Clara-Schumann-Musikschule: In „Musik vereint” – das Erwachsenen-Blasorchester mit den Junior-Bläsern der Clara-Schumann-Musikschule Düsseldorf: The Glacier Express (Larry Neek) Leitung UHU-Orchester: Rainer Templin - Leitung Juniorblasorchester: Nicolao Valiensi

Junger Kammerchor Düsseldorf: Werke junger, zeitgenössischer Komponisten werden überwiegend a capella gesungen, wie Die Sendung mit der Maus (Titelsong) /// Pfingstlied aus »Peer Gynt« (Edvard Grieg) /// Och jungfrun hon går i ringen (Hugo Alfvén) /// Jagdlied, op. 59,6 (Felix Mendelssohn Bartholdy). Chorleitung: Mathias Staut

Düsseldorfer Mädchenchor e.V. / Jungenchor: Der traditionsreichste Kinder- und Jugendchor Düsseldorfs singt: Look at the world (John Rutter) /// Cerf volant (Bruno Coulais) ///Hine ma tov (Allan E. Naplan) /// Vem kan segla (Nordisches Volkslied)/// Spring, spring, spring (Thord Gummeson). Chorleitung: Mathias Staut

Japanischer Männerchor und Frauenchor singt in deutsch-japanischer Freundschaft verbunden und unter dem Motto „Musik kennt keine Grenzen“: We are the world (Michael Jackson) /// Fliegen mit dir (Yuzuru Hisaishi) /// Matsushima Lied (Kosaku Yamada) ///Froschgesang (Taku Izumi). Chorleitung: Yoshiko Hara

Die Hammoniker Im bekannten Stil der Comedian Harmonists werden Schlager aus den 1920-40er Jahre gesungen, wie Wochenend und Sonnenschein /// Ein Freund, ein guter Freund ///Mein kleiner grüner Kaktus /// Nur nicht aus Liebe weinen ///Ich steh‘ mit Ruth gut /// Komm auf die Schaukel, Luise. Chorleitung: Judith Lenz

Düssharmonie: Der 1. Düsseldorfer Barbershopchor singt, irgendwo zwischen Swing, Jazz und Pop: For the longest time (Billy Joel) /// Barbershopsong (Roy Dawson) /// Crazy little thing called love (Freddie Mercury) /// Daydream (John Sebastian) /// And so it goes (Billy Joel). Chorleitung: Elisabeth Kittelmann

Polizei-Chor Düsseldorf 1958 e.V. singt aus dem Repertoire von klassischer sakraler Musik über Gospel, Musical und Oper bis zu Volksliedern: Wohlauf in Gottes schöne Welt (Volksweise) /// Irgendwo und wann (West Side Story) /// Ein Lied kann eine Brücke sein (Rainer Pietsch) /// Steck dir deine Sorgen an den Hut (Ralph Siegel). Chorleitung: Stefan Scheidtweiler

Chorrage der Polizei Düsseldorf singt aus seinem Repertoire von Rock, Pop, Musical, Gospel und gelegentlichen Ausflügen in die Klassik: Top Of The World (The Carpenters) /// Moviestar (Harpo) ///Put a Little Love in Your Heart (Randy Myers) /// Live While We’re Young (Savan Kotecha) Chorleitung: Stefan Scheidtweiler 

In den kurzen Pausen: Der beliebte Pantomime NEMO unterhält mit den Künstlern der Clownsschools for life e.V. aus Südafrika Jung und Alt.

Am 22.6.2018 . 19.00 Uhr: Restaurant Goldener Ring Düsseldorf, Burgplatz. Mitgliederversammlung im Jubiläumsjahr mit Vorstandswahl. Die Vorstandsmitglieder Georg Lauer (Medienreferent) und Prof. Dr. Wolfgang Koch (Schriftführer) scheiden aus. Folgender neuer Vorstand wird gewählt: Manfred Hill (Vorsitzender), Nicole Oehlert (Schriftführerin), Teresia Petrik (Schatzmeisterin 1), Kristina Miltz (Schatzmeisterin 2), Monika Egelhaaf (Archivarin), Konstanze Richter (Medienreferentin), Sabine Dahm (Stimmvertretung Sopran), Susanne Koehn (Stimmvertreterin Alt), Martin Kampmann (Stimmvertreter Tenor), Peter Kraus (Stimmvertreter Bass). Auf Antrag des Vorsitzenden im Namen des Vorstandes werden Düsseldorfs Ehrenbürger Udo van Meeteren und Dr. Edgar Jannott einstimmig als Ehrenmitglieder gewählt.

Am 6., 8., 9. 7. 2018: Gustav Mahler: Symphonie Nr. 8 - CD-Produktion - Dir.: Adam Fischer - Tonhalle Düsseldorf. Veranstalter: Tonhalle Düsseldorf

Gesamtprogramm:

  • Haydn: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (aus: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze)
    Mahler: Symphonie Nr. 8 für drei Sopran- und zwei Alt-Soli, Tenor-, Bariton- und Baß-Solo, Knabenchor und zwei gemischte Chöre sowie großes Orchester
  • Manuela Uhl, Sopran - Polina Pasztircsák. Sopran - Fatma Said, Sopran - Katrin Wundsam, Mezzosopran - Katharina Magiera, Alt
    Neal Cooper, Tenor - Hanno Müller-Brachmann, Bariton - Peter Rose, Bass
    Clara-Schumann Jugendchor (Einstudierung: Justine Wanat)
    Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf (Einstudierung: Marieddy Rossetto)
    Philharmonischer Chor Bonn - Kartäuserkantorei Köln (Einstudierung: Paul Krämer)
    Düsseldorfer Symphoniker

An sechs Sonntagen im Juli und im August„MusikMeilen“ sind ein Kooperationsprojekt, das vom Kulturamt der Stadt Düsseldorf finanziert und von der Robert Schumann Hochschule organisiert und durchgeführt wird. Die meisten Düsseldorfer kennen die Tonhalle, die Clara-Schumann-Musikschule, die Deutsche Oper am Rhein, die Jazz-Schmiede und andere Veranstaltungsorte, an denen in ihrer Heimatstadt Musik gemacht oder unterrichtet wird. Und auch historische Orte wie das Wohnhaus der Schumanns in der Altstadt haben viele schon besichtigt. Wo aber haben Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms gewohnt, die ja schließlich auch eine Zeitlang in Düsseldorf residierten und in der Stadtgeschichte ihre Spuren hinterlassen haben? Neben den allseits bekannten Anlaufstellen in Düsseldorf gibt es noch eine Fülle von wichtigen musikhistorischen Orten, an die aber im heutigen Stadtbild nichts mehr erinnert. Einige sind auch im Laufe der Zeit umgezogen: So gab es den Veranstaltungsort „Tonhalle" bereits im 19. Jahrhundert, aber der Bau stand nicht wie heute am Rheinufer. Und auch das Apollo-Theater war lange, bevor Bernhard Paul unter der Rheinkniebrücke sein Varieté eröffnete, an anderer Stelle in Düsseldorf bekannt.

Das Projekt „MusikMeilen" hat es sich zum Ziel gesetzt, den Teilnehmern im Rahmen von sechs Stadtführungen neben aktuellen auch vergessene und im Stadtbild nicht mehr präsente Orte zu zeigen, die etwas über die musikalische Geschichte Düsseldorfs verraten. Hierzu gehören Wohnhäuser von Musikern, Spielstätten, Probenräume von Rock-Bands oder Laienchören, Musikschulen, Tonstudios, Werkstätten, aber auch Plätze, an denen in der NS-Zeit die Musik zum Zwecke der Propaganda instrumentalisiert wurde.

FÜHRUNG PEMPELFORT: Termin: Sonntag, 1. Juli 2018, 15.00 Uhr - Treffpunkt: Jägerhofstraße 1, Theatermuseum

FÜHRUNG OBERKASSEL: Termin: Sonntag, 8. Juli 2018, 15.00 Uhr - Treffpunkt: Barbarossaplatz

FÜHRUNG NÖRDLICHE ALTSTADT: Termin: Sonntag, 22. Juli 2018, 15.00 Uhr - Treffpunkt: Bilker Straße 12-14, Heinrich-Heine-Institut

FÜHRUNG CARLSTADT: Termin: Sonntag, 29. Juli 2018, 15.00 Uhr - Treffpunkt: Bilker Straße 12-14, Heinrich-Heine-Institut

FÜHRUNG BENRATH: Termin: Sonntag, 12. August 2018, 15.00 Uhr - Treffpunkt: Benrather Schloßallee 93, Haus Spilles

Anmeldeschluss: jeweils 7 Tage vor dem Termin - max. Teilnehmerzahl: 20 Personen
Eine verbindliche Anmeldung erfolgt über die E-Mail-Adresse <musik.vereint@rsh-duesseldorf.de> Folgende Informationen sind dafür notwendig: Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Anzahl der Teilnehmer.

Veranstalter: Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf in Kooperation mit der Robert-Schumann-Hochschule. Die Führungen wurden realisiert von Dr. Nina Sträter und Karsten Lehl, Musikwissenschaftliches Institut der Robert-Schumann-Hochschule und von ihnen auch durchgeführt und geleitet.

Am 29. 7. 2018-14.00 Uhr: Historischer Friedhof Bonn - Kranzniederlegung am Grabmal von Robert und Clara Schumann, zu Robert Schumanns Geburtstag. Veranstalter: Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818.

Am 9.8.2018 - 19.00 Uhr: Heinrich-Heine-Institut - Gesprächskonzert - Ferdinand Hiller (1811-1885) hat das rheinische Musikleben nachhaltig geprägt. Von 1847 bis 1850 wirkte er in Düsseldorf, es folgten 34 Jahre als Musikdirektor in Köln, zudem leitete er 12 Mal das Niederrheinische Musikfest. Von den Düsseldorfer Musikdirektoren des 19. Jahrhunderts stand er Heinrich Heine am nächsten, er war eng mit ihm befreundet und vertonte viele seiner Gedichte. Diese besondere Künstlerfreundschaft wird im Gesprächskonzert wieder lebendig - durch Briefe und literarische Texte Hillers und Heines, vor allem aber durch viele Lieder und andere Musikstücke dieses vielseitigen Komponisten. Sie lassen erahnen, warum Heine ihn einst "kleiner Beethoven" nannte.

Mit Eva Koch (Gesang), Tobias Koch (Klavier), Christian Liedtke (Rezitation und Moderation). Veranstalter: Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf, Bilker Str. 12-14, auf der Straße der Romantik und Revolution.

Am 26.8.2018 - 11.00 Uhr Heinrich-Heine-Institut: Finissage der Ausstellung "MusikVereint", die mit großem Erfolg bald zwei Monate das HHI, auch mit verschiedenen Veranstaltungen für Kinder und Schulen, belebte. Im Rahmen dieser Veranstaltung verleiht die AGD (Aktionsgemeinschaft der Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine) dem Musikvereinsvorsitzenden Manfred Hill deren höchste Auszeichnung die "Norbert-Burgmüller-Plakette". Die Feierstunde hatte folgendes Programm:

  • Musikalischer Auftakt: Aus den "Sinfonischen Etüden" von Robert Schumann. Am Piano Ingmar Schwindt
  • Begrüßung: Bernhard von Kries, Präsident der AGD
  • Impulsvortrag zur Ausstellung "MusikVereint": Dr. Sabine Brenner-Wilczek, Direktorin des Heinrich-Heine-Instituts
  • Zwischenspiel: "Romanze Fis-Dur" von Robert Schumann sowie "25 Etüden Op. 100" von Norbert Burgmüller
  • Laudatio: Dr. Ing. Edmund Spohr, Ehrenvorsitzender der AGD
  • Verleihung der Norbert-Burgmüller-Plakette an Manfred Hill
  • Musikalischer Ausklang: Aus den "Sinfonischen Etüden" von Robert Schumann, am Piano Ingmar Schwindt

Am 26.8.2018 - 13.00 Uhr Bastionstraße 3: Oberbürgermeister Thomas Geisel enthüllt eine Bronce-Wandtafel des Düsseldorfer Künstlers Ulrich Grenzhäuser die eine "Häusliche Szene aus der Bastionstraße" darstellt. Auf der Tafel sieht man Norbert Burgmüller am Klavier, seine Mutter neben ihm und beiden schaut Felix Mendelssohn Bartholdy über die Schultern. Die Tafel ist ein Auftragswerk der Norbert-Burgmüller-Gesellschaft aus dem Jahre 2012 und konnte jetzt erst montiert und enthüllt werden. Den Hausbesitzern des Hauses Bastionstr. 3, der Familie Schriewe, ist für die Genehmigung der Montage zu danken. Die Gäste der vorangegangenen Veranstaltung im HHI wohnten der Enthüllung durch Oberbürgermeister Geisel bei und Musikvereinsvorsitzender Manfred Hill erzählte kleine Geschichten aus dem Leben des Norbert Burgmüller als Musikvereinsmitglied und zeitlich begrenzt tätiger Chorleiter.

Am 8. 9. 2018-20.00 Uhr: Familienfest zum 200. in der Rotunde der Tonhalle Düsseldorf. Veranstalter: Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818 in Kooperation mit der Tonhalle Düsseldorf. Eröffnung durch das Bläser-Ensemble "Frech wie Blech" der Düsseldorfer Symphoniker. Zur Abendunterhaltung spielt das Tea-Time-Ensemble der Düsseldorfer Symphoniker. Auftritte der Singleiter des Städtischen Musikvereins, des Chores des Städtischen Musikvereins und einiger weiterer Überraschungs-Gruppen.„MusikVereint“ – „Musikverein-International“ – Programm: 

Opening: „Galop“ aus „Orpheus in der Unterwelt“ = Umdichtung Dr. Karl-Hans Möller, Arragement: Marieddy Rossetto, am Flügel: Rie Sakai

„Frech wie Blech“  - Die Bläsergruppe der Düsseldorfer Symphoniker

Trompete:      Frank Ludemann - Alan Kirkendall - Tilman Bollhöfer - José Real Cintero

Horn:              Quirin Rast

Posaune:        Martin Hofmeyer - Jürgen Odenhoven - Jan Perschel - Arno Pfeuffer

Tuba:              Alexander Kritikos

Programm:

Paul Dukas :   La Peri Fanfare

Chris Hazell:   Black Sam (aus der Brass Cats Suite)

Chris Hazell:   Kraken (ebenso aus der Brass Cats Suite von C.Hazell)

---

Beitrag der Deutschen Oper am Rhein = Programm:

Gustav Mahler: Rheinlegendchen - Hans und Grete - Wer hat dies Liedlein erdacht?

Heidi Elisabeth Meier, Sopran - Wolfgang Wiechert, Klavier

---

Vortrag von Carolina Rüegg und Rie Sakai mit einführenden Worten von Udo Kasprowicz = Programm:

Norbert Burgmüller: Walzer Es-Dur WoO 2

Joseph Kreutzer: Fantasie für Gesang mit Begleitung des Piano Forte „Trost in Leiden“, - Carolina Rüegg, Sopran, Rie Sakai am Flügel.

---

Essen zu „Musikverein-International“ mit Rezepten von Mitgliedern aus aller Welt:

Japan: Kaoru Abe-Püschel und Takako Okano: Tonjiru = Meshiagare

Brasilien: Marieddy Rossetto: Sopa de Milho = Bom apetite!

Spanien: Maria José Carreras: Cocido Madrileno = Buen Provecho

USA: Lorelei Bernadette Walwyn: Texmex = Enjoy your meal

Serbien: Tatjana Cuic - ´Cevapci´ci = Prijatno

Ungarn: Gabriella Faludi: Tepertos - Pogacsa =Jó étvágyat

Polen: Renate Madry: Barszcz = Smacznego

Bulgarien: Radostina Nikolova-Hristova: Tapatop-Tarator = Dobar Apetit!

Ungarn: Teresia Petrik: Bográcsgulyás - Gulyásleves = Jó étvágyat

Australien: Erika Togawa: Austarlian Sausage Rolls = Enjoy your meal

Österreich: Patrizia Schröder: Griessnockerlsuppe

---

Musik so zwischendurch und bei Tisch: Dr. Nicolas Haverkamp,

---

Komponistenquiz mit unserem Mitglied Maria Höveler

---

„Wir sind Frauen“ = Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart:           Das Duett "Prenderò" aus „Cosi fan tutte“

Gioachino Rossini:                Arie der Rosina aus Il barbiere

Gioachino Rossini:                Katzenduett

Leonard Bernstein:               Duett "We are women" aus Candide

Diana Darnea (Sopran) - Triin Maran (Mezzosopran) - Denis Ivanov (Klavier)

---

“ Frisiersalon “ = Programm:

Pat Ballard:                           “Mr. Sandman”, arr. Bertha Bradley

  1. Leiber und M. Stoller: „Love me“, arr. Aaron Dale
  2. Parsons und J. Turner: „Smile“ Musik von Charles Chaplin arr. Tom Gentry
  3. Hirsch und F. Rose: “Deed I Do”, arr. Aaron Dale

Tenor: Ricarda Holtkamp - Lead: Silke Karg - Bariton: Dörte Högner . Bass: Anna Fischer

---

Arbeitskreis-Festausschuss: Renate Bode, Beatrix Brinskelle, Dagmar Clöfers, Monika Egelhaaf, Manfred Hill, Alexandra Latsch, Georg Lauer, Mami Linss, Dr. Karl-Hans Möller und Birgit Pfeiffer - Moderation: Manfred Hill – Dr. Karl-Hans Möller – Alexandra Latsch

Am 7., 9. und 10.9.2018: Joseph Haydn: Die Schöpfung - Oratorium für Soli, Chor und Orchester Hob. XXI/2- Dir. Adam Fischer - Tonhalle Düsseldorf. Veranstalter: Tonhalle Düsseldorf.

  • Fatma Said, Sopran - Uwe Stickert, Tenor - Miklós Sebestyén, Bass-Bariton
  • Der Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf (Einstudierung: Marieddy Rossetto)
  • Düsseldorfer Symphoniker
  • Adam Fischer, Dirigent

Am 16.9.2018 - 15.45 Uhr: Bürgerhalle des Landtages NRW - ca. 60 SingPause-Kinder singen zum Weltkindertag. Am Musikvereinsstand wurden ca. 1400 Waffelherzen gebacken und verteilt. Kinder konnten Papierblumen basteln. Veranstalter: Landesregierung NRW - Mitveranstalter Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818 als Träger der "SingPause" und im Rahmen der Programme zu 200 Jahre Musikverein

Am 22. 9. 2018: Musikfest der Bundeswehr unter Mitwirkung des Chores des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf- ISS-Dom. Veranstalter: Bundesrepublik Deutschland

Aufführungen: SHOW I 22.09.2018 14:00 UHR - SHOW II 22.09.2018 19:30 UHR

Gesamtverantwortlicher: Christoph Lieder, Oberst - Leiter Militärmusikdienst und Leiter Zentrum Militärmusik der Bundeswehr

Produzent – Produktionsleitung: Thomas Ernst, Stabshauptmann

Produktionsbüro: Matthias Deues, Oberstabsfeldwebel - Jonatan Langendorf, Hauptgefreiter

Hallenmanagement ISS DOME: Lucie Papez

Technische Leitung - Crossed Disciplines: Jens Labuschewski

Regie: Andreas Heller

Musikalische Gestaltung: Robert Kuckertz

Choreographie Opening & Finale: Bertram Kleis, Oberstabsfeldwebel

Mitwirkende Nationen und Formationen: 

Deutschland: Big Band der Bundeswehr (BBdBw) -  Deutsches Fernsehballett (DFB) - Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf (Einstudierung: Marieddy Rossetto) -  Mädchenchor am Essener Dom (Einstudierung: Raimund Wippermann) - Heeresmusikkorps Ulm (HMK Ulm) - Stabsmusikkorps der Bundeswehr (SMK) - The Flying Grandpas der Polizei Hamburg - Wachbataillon beim BMVg.

Frankreich: Musique des Troupes de Marine (FRA)

Japan: Japan Air Self-Defense Force Central Band (JPN)

Österreich: Gardemusik / Wien (AUT)

Schottland: Hjaltibonhoga (Shetland Island Fiddlers) - Pipers Trail (Pipes and Drums) - Tattoo Dance Company (Scottish Highland Dancers)

Ungarn: Central Band of the Hungarian Defence Forces (HUN)

USA: US Army Europe Band and Chorus (USAREUR)

Ab dem 1.10. bis zum 6.1.2019: Präsentation des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf e.V. im Geburtstagszimmer des Stadtmuseums. Wir öffnen wieder unser Archiv und verschaffen Einblick mit unserem DIC (DigitalesInfoCenter). Veranstalter: Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818 in Kooperation mit dem Stadtmuseum Düsseldorf.

Am 5., 7. und 8.10.2018: Gustav Holst: Die Planeten - Dir. Mario Venzago - Tonhalle Düsseldorf. Veranstalter: Tonhalle Düsseldorf.

  • Zimmermann: Photoptosis. Prélude für großes Orchester
  • Bruch: Konzert für Klarinette, Viola und Orchester e-moll op. 88
  • Holst: Die Planeten. Suite für großes Orchester op. 32
  • Ralf Buchkremer, Viola, Nicole Schrumpf, Klarinette
  • Damenchor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf (Einstudierung: Marieddy Rossetto)
  • Düsseldorfer Symphoniker

Am 9. + 10.10. 2018 öffentliches Symposium  im IBACH-Saal des Stadtmuseums Düsseldorf, Berger Allee 2, 40213 Düsseldorf. Die Schirmherrschaft der Tagung übernimmt auf Vermittlung von Herrn Dr. Rönz hin die Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Frau Anne Henk-Hollstein. Veranstalter: LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Kooperation mit dem Stadtmuseum Düsseldorf und dem Städtischen Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818. Leitung: Dr. Martin Schlemmer.

Das Archiv des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf und der Landschaftsverband Rheinland, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, in Kooperation mit dem Stadtmuseum Düsseldorf laden Sie herzlich ein zur

Tagung: „Refugium einer politikfreien Sphäre?“ - Musik und Gesellschaft im Rheinland des 19. und 20. Jahrhunderts

Erster Tag:

10:00h Begrüßung: Dr. Susanne Anna, Direktorin des Stadtmuseums Düsseldorf

10:10h Begrüßung: Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland

10:20h Begrüßung: Manfred Hill, Vorsitzender des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf

Musikstück: Gabrielle Huszti (Violine, Köln/Aachen):

Robert Schumann, Träumerei (Nr. 7 aus Kinderszenen, Op.15)

10:30h Einführung: Dr. Martin Schlemmer, Duisburg / Dr. Helmut Rönz, Bonn

Sektion 1: Stadt und Musik: Moderation: Prof. Dr. Sabine Mecking, Duisburg

11:30h Ort(e) der Politisierung oder der Entpolitisierung?

Der Städtische Musikverein zu Düsseldorf und die Düsseldorfer Männergesangsvereine, Dr. Nina Sträter, Düsseldorf

12:15h Von Fürstenhand in Bürgerhand. Das Koblenzer Musik-Institut und die Musikpflege am Rhein-Mosel-Eck, Andreas Pecht, Koblenz

14:30h 250 Jahre Beethovenstadt Bonn. Verpasste Gelegenheiten und künftige Chancen, Dr. Stephan Eisel, Bonn

Sektion 2: Region und Musik: Moderation: Georg Mölich, Bonn

15:15h Der Rhein in der E-Musik des 19. Jahrhunderts, Julia Vreden, Bonn

16:30h Von der „provinciellen Nationalfeier“ zum internationalen Musikfestival. Die Niederrheinischen Musikfeste im 19. Jahrhundert, Prof. Dr. Arnold Jacobshagen, Köln

17:15h Musik als politischer Faktor im südlichen Rheinland nach dem Zweiten Weltkrieg, Dr. Andreas Linsenmann, Koblenz/Mainz

Musikstück: Julia Vreden (Sopran, Bonn): Heinrich Heine / Friedrich Silcher, Loreley

19:00h Öffentlicher Abendvortrag: Andreas Altenhoff  «Vom schwierigen Zugang zum Schönen»

Musikstück: Gabrielle Huszti (Violine, Köln/Aachen): Pablo de Sarasate, Zigeunerweisen, Op. 20

Anschließend Empfang des Archivs des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf und des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte

Zweiter Tag:

9:50h Begrüßung

Musikstück: Gabrielle Huszti (Violine, Köln/Aachen): Ludwig van Beethoven, Romanze für Violine und Orchester Nr.1 in G-Dur, Op. 40

Sektion 3: Musik und Gesellschaft zwischen Umbruch und Protest, Moderation: Dr. Martin Schlemmer, Duisburg

10:00h Der Pianist Karlrobert Kreiten. Ein Musikerleben im Nationalsozialismus, Simone Bornemann, Köln

11:15h Musik und Protest im Ruhrgebiet, Hans Schreiber, Dortmund

12:00h Musik und Migration im Ruhrgebiet, PD Dr. Rolf Wörsdörfer, Darmstadt

Sektion 4: Musik als Faktor staatlichen Handelns, Moderation: Dr. Mark A. Steinert, Brauweiler

14:30h Musiker als Diplomaten. Kulturpolitische Strategien im Bonner Kanzleramt, Prof. Dr. Michael Custodis, Münster

15:15h Die WDR-Archive als Spiegel der Musikförderung durch den Rundfunk, Dr. Jutta Lambrecht, Köln

16:00h Abschlussdiskussion

16:30h Ende des Kolloquiums

Es wird getwittert unter #RheinMusik18

Am 21.10.2018 - 16.00 Uhr Auditorium du Nouveau Siècle à Lille: Ein Besuch beim „Chœur Régional Hauts-de-France“ in Lille. Eine Abordnung des Städtischen Musikvereins nimmt teil an einem Gedenkkonzert zur Erinnerung an das Ende des zweiten Weltkrieges vor 100 Jahren.  Programm: Chorwerke von Jehan Alain „Prière pour nous autres charnels“ (für Männerchor), von Johannes Brahms der „Begräbnisgesang“ und als knapp 30 minütiges Hauptwerk Edward Elgars „Spirit of England“. Kontakt und Organisation Dr. Gudrun Felder, Loreley Walwyn, Georg Lauer, Udo Kasprowicz.

Vom 1.11. bis zum 6.11. Traditionelle Städtetour: Start am 1.11. von der Tonhalle Düsseldorf mit erstem Halt in Bonn-Endenich im Gedenken an Robert Schumann. Vortrag von Frau Dr. Ingrid Bodsch, Stadtmuseum Bonn, über Schumanns Zeit in Endenich, danach Kranzniederlegung am Grab von Robert und Clara Schumann auf dem historischen Friedhof Bonn. Weiterfahrt zur Städtetour nach Trier, Luxemburg, Metz und Saarbrücken. Veranstalter: Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818. Reiseorganisation und Reiseleitung: Franzis Hill.

Am 4.11.2018 - 12.00 Uhr - Heinrich-Heine-Allee: Kranzniederlegung am Denkmal von Felix Mendelssohn Bartholdy zu seinem Todestag im Gedenken an seine Zeit als Musikdirektor in Düsseldorf. Mit dankbarer Erinnerung an die enorme Leistung, die der große Komponist für die musikalische Entwicklung und die Ordnung des damaligen, teilweise chaotischen, Musiklebens geleistet hat.

Am 23.11.2018 - 17.30 Uhr - Rathaus - Jan Wellem Saal: Empfang der Landeshauptstadt Düsseldorf zum 200. Jubiläum des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818. Oberbürgermeister Thomas Geisel würdigt die Geschichte des Musikvereins und die Bedeutung dieser ersten kulturellen Bürgerinitiative der Stadt. Das Motto des Jubiläumsjahres "MusikVereint - Musik von Bürgern für Bürger" hat den Musikverein während seiner langen Geschichte begleitet. Oberbürgermeister Thomas Geisel überreicht zu dieser Feierstunde dem Musikvereinsvorsitzenden Manfred Hill die Verdienstplakette der Landeshauptstadt Düsseldorf aufgrund eines einstimmigen Beschlusses des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Musikalische Begleitung durch Musiker der Düsseldorfer Symphoniker, einem Quartett unter Führung von Yuri Bondarev:

Andriy Murza - 1 Violine - Katazyna Narkevic - 2 Violine - Yuri Bondarev - Viola - Gilad Kaplansky - Violoncello

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Streichquartett f-moll, op. 80 - Adagio

Am 7., 9., 10. 12. 2018 - Leonard Bernstein: MASS - Dir.: John Neal Axelrod - Tonhalle Düsseldorf. Veranstalter: Tonhalle Düsseldorf.

  • Jubilant Sykes, Bariton
  • Jugendchor der Akademie für Chor und Musiktheater (Einstudierung: Justine Wanat)
  • Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf (Einstudierung: Marieddy Rossetto)
  • Streetchor (Einstudierung: Anna Maria Dafova)
  • Susanne Frey, Regie - Peter Sommerer, Ausstattung
  • Düsseldorfer Symphoniker

Am 18.12.2018 - 15.30 Uhr - Rathaus - Jan Wellem-Saal: Oberbürgermeister Thomas Geisel, Prof. Dr. Dr. Volker Kalisch und Manfred Hill stellen ein Buch vor, welches auf einem Forschungsauftrag der Landeshauptstadt Düsseldorf an die Robert-Schumann-Hochschule beruht. In dreijähriger Forschungsarbeit entstand eine Monographie. Autor ist Frau Dr. Nina Sträter. Die Monographie trägt den Titel: "Der Bürger erhebt seine Stimme. Der Städtische Musikverein zu Düsseldorf und die Bürgerliche Musikkultur im 19. und 20. Jahrhundert", Gebundene Ausgabe, ca. 300 Seiten, Verlag V & R Unipress GmbH. Die Monographie basiert auf einem Vertrag zwischen der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem musikwissenschaftlichen Institut der Robert-Schumann-Hochschule unter der Verantwortung von Prorektor Prof. Dr. Dr. Volker Kalisch und Frau Prof. Dr. Yvonne Wasserloos.

Das Jubiläumsjahr ist zu Ende -  Auf in die Zukunft!

Bild: Die Tonhalle Düsseldorf mit dem Banner zum Festkonzert mit Mendelssohn  Bartholdys "Paulus", dessen Uraufführung unter der Leitung des Komponisten 1836 mit dem Musikvereins-Orchester und dem Musikvereins-Chor realisiert wurde.

Manfred Hill am 30.12.2018

24
Dezember
2018
200 Jahre Musikverein: Es gilt DANKE zu sagen – Schauen Sie in die fünf Beiträge vom 24.12.2018

Weihnachts- und Neujahrsgruß und Jahresrückblick des Musikvereinsvorsitzenden

Zunächst möchte ich allen Leser*innen und allen Freundinnen und Freunden des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins Neue Jahr 2019 wünschen. Meine Wünsche verbinde ich mit der Hoffnung, dass Sie die kommenden Festtage, die Zeit „zwischen den Tagen“ und den Übergang ins Neue Jahr bei guter Gesundheit im Kreise Ihrer Lieben verleben können.

Mein diesjähriger Weihnachts- und Neujahrsgruß ist mir aber auch gleichzeitig willkommener Anlass, auf ein für uns außergewöhnliches Jahr 2018 zu blicken. 200 Jahre Städtischer Musikverein war schon ein herausragendes Jubiläum, nicht nur im städtischen Maßstab sondern auch überregional. Unter dem Doppelmotto

„MusikVereint“ – Musik von Bürgern für Bürger“

haben wir ein großartiges Gesamtprogramm über ein ganzes Jahr realisieren können.

Nichts entsteht von selbst, viele Akteure sind für solch außergewöhnliche Ereignisse unverzichtbar notwendig. Vielen Menschen und Institutionen gilt es an dieser Stelle zu danken. Wegen der zahlreichen Ereignisse ist eine Gliederung in „Stadt-Tonhalle-externe Helfer-SingPause-Musikverein“ für den Leser sicher hilfreich. Schauen Sie in die nächsten fünf DANKE-Beiträge und Sie erhalten einen Überblick über das offizielle und das ehrenamtliche Engagement im Zusammenhang mit der Bürgerbewegung "Musikverein Düsseldorf".

 

24
Dezember
2018
200 Jahre Musikverein: Danke die Erste an die Landeshauptstadt Düsseldorf

DANK an die Institutionen der Landeshauptstadt Düsseldorf:

DANKE an Oberbürgermeister Thomas Geisel für ein Jahr Schirmherrschaft über das Musikjahr 2018 und für viele Termine im Zusammenhang mit unseren diversen Veranstaltungen. Danke auch für die große Wertschätzung, die Sie, verehrter Herr Oberbürgermeister, meinen Sängerinnen und Sängern und mir entgegenbrachten.

DANKE an den Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf für die Unterstützung zum und im Jubiläumsjahr und für den einstimmigen Beschluss zur Verleihung der Verdienstplakette.

DANKE an den Vorsitzenden des Kulturausschusses, Herrn Bürgermeister Conzen, an den Kulturdezernenten, Herrn Hans-Georg Lohe und an die Leitung des Kulturamtes mit Frau Marianne Schirge und Frau Dr. Petra Winkelmann und Ihren Teams.

DANKE an die Leiterin des Ehrenamtsbüros, Frau Helma Wassenhoven und an Ihr Team mit Andrea Demme und Uta Hübsch für die wunderbare Organisation beim Open-Air-Konzert im Nordpark und Hilfe bei vielen anderen Gelegenheiten, wie z.B. der großartigen Realisierung des Musikwagens zum Rosenmontagszug zusammen mit Düsseldorf Marketing und Tourismus.

DANKE an Frau Dr. Sabine Brenner-Wilczek und ihr komplettes Team im Heinrich-Heine-Institut für ganz viele Dinge im Vorfeld des Jubiläumsjahres, aber auch und vor allem für die Ausrichtung der wunderbaren Ausstellung „MusikVereint“ unter Mit-Kuratierung von Frau Nora Schön. Danke auch für eine Vielzahl von Veranstaltungen im HHI, die auch im Kontext zum Jubiläumsjahr standen.

DANKE an den Leiter des Stadtarchivs, Herrn Dr. Benedikt Mauer, für viel Beratung, Hilfe und Begleitung im geschichtlichen Umfeld des Jubiläumsjahres.

DANKE an die Leiterin des Stadtmuseums, Frau Dr. Susanne Anna, und an Frau Svenja Wilcken für die Hilfe bei der Durchführung des Symposiums im Oktober und Danke an Herrn Dr. Christoph Danelzig-Brüggemann in dieser Sache und für die Unterstützung bei unserer Ausstellung im Geburtstagszimmer des Stadtmuseums, die noch bis zum 6.1.2019 geöffnet ist.

DANKE an die Clara-Schumann-Musikschule unter Leitung von Herrn Peter-Louis Haseley und an Herrn Rainer Templin für die Unterstützung im Open-Air Konzert.

DANKE an das Team des Protokolls im Büro Oberbürgermeister um Frau Christine Wanke und Frau Dana Bärwald, als professionelle Meisterinnen für den stillen Hintergrund.

MH 24.12.2018

Bild: Ein tolles Team - Helma Wassenhoven-Manfred Hill-Andrea Demme (Die beiden Damen vom Ehrenamtsbüro der Stadt).

24
Dezember
2018
200 Jahre Musikverein: DANKE die Zweite an die Tonhalle Düsseldorf

DANK an die Tonhalle Düsseldorf:

DANKE an Principal Conductor Adam Fischer für Mahlers „Symphonie Nr. 8” und Haydns “Schöpfung", an GMD Axel Kober für die Leitung des Festkonzertes mit Felix Mendelssohn Bartholdys “Paulus”, an Mario Venzago für Bruckners und Haydns “Te Deum” und für Holsts „Die Planeten“ und an John Neal Axelrod für Bernsteins “MASS”.

DANKE an den Intendanten der Tonhalle, Herrn Michael Becker, für die schönen Ansagen vor den Konzerten und bei den Pemierenfeiern nach den Konzerten. Dank für die Unterstützung über das ganze Musikjahr 2018 hin. Wir würden uns freuen, wenn wir auf der Basis dieser verbalisierten Wertschätzung in unsere Zukunft und in das 201. Jahr unseres Bestehens mit Unterstützung von Intendanz und Symphonikern starten könnten.

DANKE für das mit der Intendanz und Herrn Dr. Uwe Sommer-Sorgente realisierte umfangreiche musikalische Jubiläumsprogramm.

DANKE an die Düsseldorfer Symphoniker, an alle Musiker*innen und den Orchestervorstand für den großen Einsatz und die immer wunderbare musikalische Unterstützung in diesem Jahr, aber auch und vor allem in den letzten 200 Jahren.

DANKE an die Orchesterdirektion, Frau Barbara Fasching und an Ihr Team um Herrn Thomas Stührk.

DANKE an Herrn Thomas Nöding und Herrn Martin Brüggemann für viele technische Hilfe.

DANKE an alle Mitarbeiter*innen der Tonhalle. Insbesondere in der Verwaltung, Frau Helena Schindler und Frau Anke Pfeuffer, in der Kasse, Frau Christiane Brüggemeier und Frau Elise Radeke, in der Technik mit Herrn Andreas Kainz und seinem ganzen Team. Danke auch und vor allem an das komplette Foyer-Team. Wir durften großartige Unterstützung erfahren.

DANKE für die Bereitstellung der Tonhalle zum Festakt im „Grünen Gewölbe“ und zum Musikvereinsfest in der „Rotunde“.

DANKE für die Bereitstellung des „VIP-Raumes“ für unseren ersten Teil der Ausstellung „MusikVereint“.

Bild: Pressekonferenz 200 Jahre Musikverein am 10.4.2018: Tonhallenintendant Michael Becker und Musikvereinsvorsitzender Manfred Hill © Tonhalle Düsseldorf / Susanne Diesner Fotografie(v.l.n.r.)

MH 24.12.2018

24
Dezember
2018
200 Jahre Musikverein: DANKE die Dritte an viele externe Institutionen

DANK an externe Unterstützerinnen und Unterstützer:

DANKE an die Robert-Schumann-Hochschule und hier insbesondere an das musikwissenschaftliche Institut unter Leitung von Prorektor Prof. Dr. Dr. Volker Kalisch für viele Hilfe beim Rahmenprogramm und die vielen Impulse bei der Realisierung der Monographie.

DANKE an Frau Prof. Dr. Yvonne Wasserloos für die Leitung bei der Erstellung der Monographie und ihre begleitenden Arbeiten.

DANKE an Frau Dr. Nina Sträter als Autorin der Monographie „Der Bürger erhebt seine Stimme“, die wir am 18.12., zum Ende des Jubiläumsjahres, zusammen mit OB Thomas Geisel im Jan-Wellem-Saal des Rathauses noch vorstellen konnten. Die Monographie betrachtet die 200-jährige Geschichte des Musikvereins und die Entwicklung der „Musik von Bürgern für Bürger“ im Rheinland, getreu unserem Jahresmotto.

DANKE an den Chorverband Düsseldorf unter dem Vorsitz von Frau Christel Paschke-Sander und Danke für die so überaus unkomplizierte Zusammenarbeit allgemein und im besonderen bei der Vorbereitung zum Open-Air Konzert im Nordpark. Danke auch für die wunderbaren Auftritte vieler Chöre aus dem Chorverband bei dieser, unserem Motto „MusikVereint“ so überaus entsprechenden Veranstaltung.

DANKE an die Deutsche Oper am Rhein, vertreten durch den Intendanten Herrn Prof. Christoph Meyer und die geschäftsführende Direktorin Frau Stampler-Brown, die uns mit dem Duo Heidi Elisabeth Meier, Sopran - Wolfgang Wiechert, Klavier zu unserem Musikvereinsfest erfreute. Danke an unser Mitglied Beatrix Brinskelle für die Vermittlung.

DANKE an Frau Prof. Dr. Uta Büchter-Römer für den schönen Vortrag im Heinrich-Heine-Institut über Abraham Mendelssohns Berichte nach Berlin über die Niederrheinischen Musikfeste mit seinem Sohn Felix in Düsseldorf.

DANKE an Frau Dr. Nina Sträter und an Herrn Carsten Lehl für die Durchführung der interessanten und erfolgreichen Musik-Führungen durch die Stadt im Sommer des Jahres.

DANKE an den Landschaftsverband Rheinland mit dem LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte unter Leitung von Herrn Dr. Helmut Rönz und Herrn Dr. Wolfgang Rosen für die Realisierung der Tagung „Refugium einer politikfreien Sphäre?“ im Stadtmuseum Düsseldorf.

DANKE an die Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Frau Anne Henk-Hollstein, für die positive Begleitung der Tagung und den für den Städtischen Musikverein so überaus wertschätzenden Eröffnungsvortrag.

DANKE an die AGD-Düsseldorf unter Führung seines Präsidenten Herrn Bernhard von Kries und des Ehrenpräsidenten Herrn Dr. Edmund Spohr für die würdevolle Veranstaltung zur Verleihung der Burgmüller-Plakette im Heinrich-Heine-Institut.

DANKE an den Verlag Dohr, Köln unter Leitung von Herrn Christoph Dohr für außerordentlich professionellen Druck und für die Verlegung unseres Festbuches „MusikVereint“.

DANKE an Herrn Christian Vitalis im Verlag DOHR für die wertvollen und unverzichtbaren Lektoratsarbeiten im Vorfeld der Entstehung unseres Festbuches „MusikVereint“.

DANKE an das Team um Stabshauptmann Thomas Ernst für die wunderbare Vorbereitung und Betreuung beim Musikfest der Bundeswehr in Düsseldorfs ISS-Dome. Immer wieder sind wir von der organisatorischen und musikalischen Qualität dieser Veranstaltung sehr beeindruckt. Trotz engem, sehr anspruchsvollem, Jubiläumsprogramm konnten wir die Beteiligung am Musikfest mit großer Begeisterung realisieren und danken auch für die uns entgegengebrachte Wertschätzung durch den musikalischen Leiter Herrn Oberst Christoph Lieder.

DANKE an das Team unseres Webmasters, der Firma netkotec GmbH Düsseldorf mit den Herren Marc Steinhoff und Moritz Kanzler. Danke für die großartige Umsetzung meiner vielen Impulse sowohl auf der Internetseite aber auch und vor allem in den letzten Monaten bei der Einrichtung unseres DIC (DigitalesInfoCenter), welches in diesem Jubiläumsjahr höchste Achtung und Aufmerksamkeit erfuhr.

DANKE an Herrn Klaus-Peter Wagner, der mit seiner Firma AgentiFijsh, Solingen in hoher Qualität eine Vielzahl von ungewöhnlichen Druck- und Gestaltungsaufträgen in diesem Jubiläumsjahr realisierte.

DANKE an Herrn Max Piorkowski, Hannover für die Digitalisierung von tausenden Unterlagen aus unserem Archiv. Mit dieser Kernerarbeit wurde es möglich, einen großen Teil unserer Archivalien sowohl auf unserer Internetseite als auch auf unserem DIC (DigitalesInfoCenter) sichtbar und erlebbar zu machen.

DANKE an Frau Annette Schild und Ihre Firma PRAXIS FÜR VISUELLE KOMMUNIKATION, Wuppertal für grafische Gestaltung bei Musikverein und SingPause.

Bild: Manfred Hill mit der Vorsitzenden des Chorverbandes Düsseldorf Frau Christel Paschke-Sander

MH 24.12.2018

24
Dezember
2018
200 Jahre Musikverein: DANKE die Vierte an die SingPause

DANK an die SingPause und Ihre Helferinnen und Helfer:

DANKE an alle Singleiter*innen für ein mal wieder sehr erfolgreiches SingPause-Jahr. DANKE für den enormen Einsatz in den Schulen und im Umfeld der SingPause-Düsseldorf. Ihre Arbeit machte nicht nur den Jugend-Kulturpreis der Rheinischen Sparkassen im Jahre 2017 möglich sondern auch den Nominierungspreis zu „Kinder zum Olymp“, den wir am 10.7.2018 aus der Hand des Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier entgegennehmen durften.

DANKE an alle Schulleitungen und an das gesamte Lehrpersonal, die die SingPause positiv und unterstützend begleiteten und dabei auch viele zusätzliche Aufgaben übernahmen.

DANKE an die künstlerische Leiterin der SingPause-Düsseldorf, Frau Marieddy Rossetto, für den enormen Einsatz für unser hochgelobtes Projekt im künstlerischen, aber vor allem auch im organisatorischen Bereich bei der Vorbereitung der Konzerte und vieler Dinge mehr.

DANKE an alle Unterstützer*innen im Bereich der Stadtverwaltung, insbesondere an Frau Dr. Petra Winkelmann (Bild: 2.v.r.) im Kulturamt und an Frau Heike Bartsch im Schulverwaltungsamt.

DANKE an die vielen Förderer und Spender für die SingPause. Mehr als 600 Spenden durften wir im Jubiläumsjahr einnehmen. Für den nachhaltigen Erhalt der „SingPause“ sind neben der großartigen Unterstützung der Stadt Düsseldorf weitere ca.   € 200.000,00 notwendig, die ich nun seit 12 Jahren im städtischen und überregionalen Umfeld immer wieder einwerben konnte. Viel Überzeugungsarbeit wird geleistet und ich erfahre große Hilfe zum Wohle der Bildung unserer Grundschulkinder. Beispielhaft möchte ich die Herren Udo van Meeteren und Dr. Edgar Jannott nennen, die neben vielen anderen Spendern aus der Bürgerschaft und aus Stiftungen in besonderer Weise an meiner Seite sind. Alle Großspender kann der Leser auf der Seite www.singpause.de ersehen.

Bild: Dr. Michael Meyer, Vorstand Stadtsparkasse Düsseldorf, Michael Breuer, Präsident den Rheinischen Sparkassen und Giroverbandes, Dr. Edgar Jannott, Laudator, Frau Dr. Petra Winkelmann, stellvertr. Kulturamtsleiterin, Hans-Heinrich Große-Brockhoff, Kulturstaatssekretär a.D. (v.l.n.r.)

Beitragsbild: Verleihung des Jugend-Kulturpreises 2017 an die SingPause Düsseldorf am 15.11.2017. Marieddy Rossetto, Manfred Hill, Dorothée Coßmann, Sparkassen Kulturstiftung,  (v.l.n.r.) mit der Verleihungsurkunde

MH 24.12.2018

24
Dezember
2018
200 Jahre Musikverein: DANKE die Fünfte an den Musikverein und sein Umfeld

DANK an den Musikverein:

DANKE an alle Sängerinnen und Sänger des Musikvereins ganz ausdrücklich an dieser Stelle. Der Musikverein hatte im Jahre 2018 insgesamt 178 Termine in der Tonhalle Düsseldorf. An dieser Zahl können Sie ersehen, in welch enormer Weise sich das ehrenamtliche Engagement einer jeden Sängerin und eines jeden Sängers darstellt.

DANKE an alle Partnerinnen und Partner unserer Sänger*innen. Auch Sie mussten ihre Lieben an vielen Abenden entbehren und ganz sicher viel familieninterne Organisation leisten, um den enormen zeitlichen Aufwand stemmen zu können.

DANKE an unsere Chordirektorin Frau Marieddy Rossetto. Es ist nicht zu schildern, welche Leistung Frau Rossetto in diesem Jubiläumsjahr vollbrachte. Das musikalische Programm des Jahres war nicht nur übervoll, sondern auch und vor allem musikalisch höchst anspruchsvoll. Alle Konzerte waren für die meisten Sänger*innen Neueinstudierungen. Frau Rossetto produzierte unzählige Übungs-CDs und beeindruckte über das ganze Jahr mit sprühender Energie, getragen von hoher musikalischer Verantwortung und höchst motivierender Freundlichkeit und Fröhlichkeit.

DANKE an unsere Korrepetitoren, Frau Rie Sakai und Herr Michael Albert. Auch diese beiden Unterstützer der Chordirektorin mussten viel zusätzliche Arbeit leisten um immer wieder bei den vielen Proben sich präsent zu zeigen um dem Chor Hilfestellung zu geben.

DANKE an unsere Stimmbildung, Frau Maria Carreras, Herr Martin Lucaß und Herr Klaus Walter. Ihre Übungen sorgen für die Verbesserung der stimmlichen Qualitäten, sorgen aber auch für stimmliches Durchhaltevermögen bei einem riesigen Veranstaltungsmarathon.

DANKE an viele Helfer*innen im Chor bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen:

DANKE an das Redaktionsteam unseres Festbuches „MusikVereint“ bestehend aus Herrn Georg Lauer (Redaktionsleitung), Herrn Udo Kasprowicz, Herrn Dr. Karl-Hans Möller, Herrn Prof. Dr. Wolfgang Koch und Herrn Erich Gelf. Das Festbuch ist mittlerweile mit mehr als 2.500 Exemplaren in der Welt und wird von vielen Seiten in besonderer Weise positiv bewertet und gelobt.

DANKE an den Arbeitskreis Festorganisation, bestehend aus Frau Renate Bode, Frau Beatrix Brinskelle, Frau Dagmar Clöfers, Frau Monika Egelhaaf, Herr Manfred Hill, Frau Alexandra Latsch, Herr Georg Lauer, Frau Mami Linss, Herr Dr. Karl-Hans Möller und Frau Birgit Pfeiffer. Ein großes Musikvereinsfest unter dem Motto „MusikVereint – Musikverein International“ wurde in der Rotunde der Tonhalle zur Zufriedenheit aller Festteilnehmer*innen realisiert und wirkte lange nach.

DANKE an die federführenden Gestalter der Eröffnungsveranstaltung zum „Tag der Archive“ im Februar 2018 im Hetjens-Museum, Herrn Georg Lauer und Herrn Udo Kasprowicz. Zu danken gilt es auch unserer Singleiterin Carolina Rüegg, Sopran und unserer Korrepetitorin Rie Sakai, die eine Uraufführung eines Liedes auch den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts am Eröffnungstag zu Gehör brachten.

DANKE an den Mitorganisator der Tagung im Stadtmuseum, Herr Dr. Martin Schlemmer. Dr. Schlemmer, ehemaliger Archivar des Musikvereins, betreut heute noch ehrenamtlich das digitale Archiv des Musikvereins. Dies auch mit seinem Hintergrund als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Landesarchivs in Duisburg.

DANKE an den gesamten Vorstand (Frau Nicole Oehlert (Schriftführerin), Frau Teresia Petrik (Schatzmeisterin I), Frau Kristina Miltz (Schatzmeisterin II), Frau Monika Egelhaaf (Archivarin), Frau Konstanze Richter (Medienreferentin), Frau Sabine Dahm, Frau Susanne Koehn, Herr Martin Kampmann, Herr Peter Kraus (Stimmvertretungen Sopran-Alt-Tenor-Bass) für die gute Zusammenarbeit und die Hilfe bei vielen Sondereinsätzen im Jubiläumsjahr.

DANKE als besonderen Dank an unsere Schatzmeisterin, Frau Teresia Petrik. Das 200 Jubiläumsjahr verursachte nicht nur enorme zusätzliche Kosten sondern auch einen erheblichen zusätzlichen Aufwand bei den Geschäftsabwicklungen und den Buchungsvorgängen. Fast 3.000 Buchungen musste verarbeitet werden. Außerdem war Frau Petrik zusammen mit Frau Kristina Miltz und Frau Monika Egelhaaf mit der Organisation des Musikvereinsstandes beim Weltkindertag im Landtag zu Düsseldorf beschäftigt. Ca. 1.400 Waffelherzen wurden verteilt und unter Anerkennung des Landtagspräsidenten, Herrn André Kuper, für Musikverein und SingPause geworben.

DANKE als besonderen Dank an unsere Archivarin Frau Monika Egelhaaf für große Hilfe bei der Ausstattung der Ausstellung in den diversen Ausstellungsräumen wie Tonhalle, Heinrich-Heine-Institut und Stadtmuseum. Dank an Angelika Liedhegener und Peter Kraus für die Hilfe im VIP-Raum der Tonhalle.

DANKE an Frau Franzis Hill, die es sich auch in diesem hektischen Jubiläumsjahr nicht hat nehmen lassen die sog. „Inaktivenreise“ zu organisieren. Sechs Tage ging es nach Trier, Luxemburg, Metz und Saarbrücken.

DANKE an ein Team aus dem Chor, bestehend aus Frau Dr. Gudrun Felder, Frau Loreley Walwyn, Herrn Georg Lauer und Herrn Udo Kasprowicz. Das Team organisierte eine Chorfahrt nach Lille zur Mitwirkung an einem Gedenkkonzert zur Erinnerung an das Ende des ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.

DANKE an Herrn Rainer Großimlinghaus immer wieder für seine Arbeit am Schallarchiv des Musikvereins aber im Jubiläumsjahr aktuell für die Übergabe der digitalen Dateien des gesamten Schallarchivs an unseren Webmaster. Dies ermöglichte die Implementierung dieser Dateien auf unserer Internetseite in Bild und Ton und damit auch die Darstellung in unserem DIC (DigitalesInfoCenter).

DANKE an unser Mitglied Rolf Schumacher. Herr Schumacher übertrug ca. 12.000 Tracks aus unserem Schallarchiv in eine Excel-Liste und realisierte damit die Möglichkeit, diese Tracks aus unserem Schallarchiv in unserem DIC (DigitalesInfoCenter) hörbar zu machen.

DANKE an unsere neuen Ehrenmitglieder Herrn Udo van Meeteren und Herrn Dr. Edgar Jannott. Beide Herren wurden von der Mitgliederversammlung am 22.6.2018 einstimmig gewählt. Beiden Herren ist der Städtische Musikverein und die SingPause zu unendlichem Dank verpflichtet.

Am Schluss sei es mir erlaubt einen großen persönlichen DANK an meine liebe Frau Franzis auszusprechen. Die Vielzahl der Ereignisse und meine dadurch bedingte häufige häusliche Abwesenheit hat glücklicherweise keine Risse in unserer bald 50jährigen Ehe hinterlassen. Hierfür danke ich meiner Frau sehr.

Mit allen guten Wünschen bin ich

Ihr

Manfred Hill-Vorsitzender-

am 24.12.2018

Bild: 200 Jahre Musikverein (susanne.diesner)

Anhang